Im März 2010 wurde der frühere ARD-Wetterexperte Jörg Kachelmann wegen eines erlogenen Vergewaltigungsvorwurfes angeklagt und in einem aufsehenerregenden Prozess schließlich freigesprochen. Nach jahrelanger Abwesenheit von den Fernsehbildschirmen kehrt der Meteorologe und Moderator am 4. Januar nun als Moderator zur MDR-Talkshow "Riverboat" zurück – wieder mit Kim Fisher an seiner Seite.

"Ich kriege mein Leben zurück", sagt der 60-Jährige über diesen Schritt nun im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Manche haben meine Fernsehabwesenheit wie ein Monstranz vor sich hergetragen", klagt Kachelmann in dem Gespräch. In den vergangenen Jahren habe er immer wieder gehört: "Wenigstens darf er nicht mehr ins Fernsehen!" – das sei nun vorbei.

Kachelmann hatte mit Unterbrechungen bereits zwischen 1997 und 2009 "Riverboat" moderiert. Ein halbes Jahr habe er nun mit den MDR-Verantwortlichen über seine Rückkehr gesprochen. "Dann gab es ein diskretes Vorabtreffen – wahrscheinlich, um zu sehen, ob ich bei Trost bin. Auf Twitter schreibe ich ja sehr engagiert und auch polemisch. Ich habe offenbar 'bei Trost' gewirkt, danach gab es das nächste Gespräch mit höheren Etagen." Vor Aufzeichnung der ersten Sendung, so Kachelmann, habe er "vor Aufregung kaum geschlafen und war abends fix und fertig, als es losging".

Zu seiner "Riverboat"-Rückkehr am Freitag, 4. Januar, 22 Uhr, begrüßen Kachelmann und Fisher unter anderem Rüdiger Hoffmann, Andreas Kieling, Stefanie Stappenbeck, Adele Neuhauser, Gunter Kahlo und Helmut Lotti.


Quelle: teleschau – der Mediendienst