"In der Familie"

Weniger Zuschauer bei Teil zwei der "Tatort"-Doppelfolge

So dürften sich die Verantwortlichen ihr "Tatort"-Jubiläum nicht unbedingt vorgestellt haben: Nachdem der erste Teil der Doppelfolge eine ordentliche Quote erzielt hatte, lockte Teil zwei am Sonntag deutlich weniger Zuschauer vor die Bildschirme.

Rund 800.000 Zuschauer weniger: Nachdem der erste Teil der "Tatort"-Doppelfolge "In der Familie" vor einer Woche noch 9,54 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte, schalteten am gestrigen Sonntag nur noch 8,74 Millionen Zuschauer die Fortsetzung ein. Trotz eines Marktanteils von 24,5 Prozent eher durchschnittliche Quoten – vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um die Jubiläumsepisode zum 50. Geburtstag des beliebten Sonntagskrimis handelt.

Direkt nach der "Tagesschau" avancierte der Krimi aus München dennoch zur zweitmeistgesehenen Sendung des Sonntags und kam auch beim jüngeren Publikum an: 2,33 Millionen im Alter zwischen 14 und 49 verfolgten die Ermittlungen der alten "Tatort"-Hasen Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Daraus resultieren 21,8 Prozent in der jungen Altersgruppe. Im Einschaltquoten-Ranking von "Tatort" und "Polizeiruf 110" sortierte sich der Film vorläufig auf Platz 18 ein.

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Zufrieden zeigt man sich bei der ARD trotzdem. Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, hält fest: "Der 'Tatort' hat gestern einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er ein singuläres Ereignis im deutschen Fernsehen ist." Dabei schwärmt er von den Beteiligten. "Ich danke dem gesamten Team, ganz ausdrücklich aber den beiden Regisseuren Dominik Graf für Teil I und Pia Strietmann für Teil II, die mit dieser atemberaubenden Doppelfolge Maßstäbe gesetzt und ein würdiges Jubiläum für die 'Tatort'-Reihe inszeniert haben."

Dr. Reinhard Scolik, Programmdirektor Kultur Bayerischer Rundfunk, stimmt in die Lobeshymnen mit ein: "Das Jubiläum '50 Jahre Tatort' war ein bundesweit wahrgenommenes Fernsehhighlight." Der von Pia Strietmann inszenierte zweite Teil habe "noch einmal unterstrichen, dass die Erzählkunst und Dynamik des Formats 'Tatort' ungebrochen ist."

"In der Familie" spielt zunächst in Dortmund, im zweiten Teil dann in München. Die Drehbücher zu beiden Filmen stammen aus der Feder von Bernd Lange ("Das Verschwinden"). Aufgrund der Corona-Pandemie entstand der Krimi aus der bayerischen Landeshauptstadt unter deutlich erschwerten Drehbedingungen. Die Münchner Ermittler Batic (Nemec) und Leitmayr (Wachtveitl) werden darin von ihrem Dortmunder Kollegen Peter Faber (Jörg Hartmann) unterstützt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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