Die Casting-Show "The Voice of Germany" geht bei ProSieben und SAT.1 bereits in ihre neunte Staffel. In der Jury kommt es zum großen Stühlerücken.

Dass zu wenig im deutschen Fernsehen um die Wette gesungen würde, lässt sich wirklich nicht behaupten. Bei Fans – und vor allem bei den Talenten und bereits etablierten Künstlern – gilt "The Voice of Germany" allerdings noch immer als die glaubwürdigste und vielversprechendste Show-Reihe, weil sie den Casting-Aspekt sehr klein hält, vergleichsweise wenig auf die Tränendrüse drückt und zumindest jeweils in den Anfangsfolgen der Staffel wirklich nur auf das achtet, worauf es ankommen sollte: herausragendes gesangliches Talent. Mit gleich drei neuen Coaches, darunter bekannten Gesichtern, geht es nun bei ProSieben in die neunte Staffel.

Zuletzt hatten sich mit Yvonne Catterfeld, dem Rapper-Gespann Michi Beck und Smudo von der Band Die Fantastischen Vier und Paddy Kelly gleich mehrere der Coach-Sessel wieder geleert. Für Kontinuität muss nun allein Mark Forster sorgen, der immer durch freche Sprüche auffiel. ProSieben wechselte für die neuen Folgen kräftig durch. Sie beginnen wie üblich mit den "Blind Auditions". Hier werden die Talente angehört, ohne dass ihre möglichen späteren Mentoren sie gleich zu Gesicht bekommen.

Mit von der Partie ist nun mit Rea Garvey ein Rückkehrer. Der stimmkräftige, meinungsstarke Ire war bereits vor vier Jahren Juror und kehrt nun mit den vielversprechenden Worten "Ich liebe meine Voice-Familiy" zurück.

Ebenfalls kein Unbekannter, auch nicht im ProSieben-Universum, ist der Mann, der mit seinem Markenzeichen, einer Maske, einst selbst Versteckspiele liebte: Paul Hartmut Würdig alias Rapper Sido übernimmt die Position von Smudo und Michi Beck und dürfte sich für eher Beat-lastige Beiträge stark machen, wenn auch seine eigenen Songs längst deutlich poppiger geworden sind.

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Ganz neu ganz genau hinhören wird schließlich Alice Merton. Die deutsche Sängerin ("No Roots") hat zuletzt selbst eine Weltkarriere in Turbogeschwindigkeit hingelegt und war international etwa auf dem Coachella-Festival oder in der US-Show "Jimmy Kimmel Live!" zu bewundern. Nun will die 25-jährige Senkrechtstarterin beweisen, dass sie sich perfekt in junge Stars hineinversetzen kann, die es zu entdecken gilt. "I'm here to win", sagt sie selbstbewusst.

Ausgestrahlt wird "The Voice of Germany" wie immer im Wechsel von ProSieben (Donnerstage) und SAT.1 (Sonntage, dort ab 15. September), jeweils um 20.15 Uhr. Nichts geändert hat sich am Moderatoren-Team aus Lena Gercke und Thore Schölermann.


Quelle: teleschau – der Mediendienst