Mit dem Bau von Neuschwanstein erfüllte sich Bayernkönig Ludwig II. einen Traum. Doch es ist auch der Ort, an dem er am 12. Juni 1886 kurz vor seinem gewaltsamen Tod im Starnberger See verhaftet wurde.

Neuschwanstein, das "Märchenschloss" des Bayern-Königs Ludwig II., zieht alljährlich Millionen von Besuchern an. Heute ist das einer mittelalterlichen Ritterburg nachempfundene Traumschloss eine der weltweit größten Touristenattraktion schlechthin, das sich kaum noch seiner Besuchermassen erwehren kann. "Ich möchte, dass alle Knauserei aufhört", bekundete Ludwig bei der Verwirklichung des teuren Traums einst gegenüber seinem sparsamen Vater.

Anlässlich des Baubeginns vor 150 Jahren, am 05. September 1869, porträtiert Oliver Halmburger Neuschwanstein in der Reihe "Geheimnisvolle Orte" anhand von unbekannten Fotos vom Bauvorhaben, von Tagebucheinträgen Ludwigs und von Beschreibungen des Dorfchronisten.

Mit dem Bau des Schlosses wollte Ludwig dem Alltag der Amtsgeschäfte entkommen. Neuschwanstein wurde zu seinem letzten Refugium und zu seinem Verhängnis. Hier wurde er am 12. Juni 1886 abgeholt und entmachtet. Die Vollendung des Schlosses durfte er nicht mehr erleben, sein früher Tod im Starnberger See am darauf folgenden Tag trug zu einer bleibenden Mystifizierung des Ortes bei.

Bereits um 21.00 Uhr sendet am Montag, 2. September, das Bayerische Fernsehen in seiner Sendereihe "Bayern erleben" den Film "Neuschwanstein – vom Mythos zur Marke". Ein Jahr lang wurden hier Menschen begleitet, die für das Schloss leben: Schlossführer, Souvenirhändler, Restauratoren, die nachts das Schloss ganz für sich alleine haben. "Geheimnisvolles Neuschwanstein" wird in ARD-alpha am 06.09., um 20.15 Uhr, wiederholt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst