Liebe ist ja so romantisch. Doch sie lässt sich auch ganz wissenschaftlich erklären. Eine ARTE-Dokumentation gibt einen Überblick über einen der stärksten Antriebe des Menschen.

Dem Geheimnis der Liebe auf die Spur zu kommen, daran haben sich schon sehr viele versucht. Unzählige Bücher beispielsweise, ob nun Ratgeber oder Romane, beschäftigen sich nur mit diesem einem mitunter stärksten Gefühl der Menschen überhaupt. Doch wie zufriedenstellend sind diese vielen Antworten? Ansichtssache! Tatsächlich ist die Liebe nicht mehr nur ein Thema in der Kunst und im Privaten. Auch die Wissenschaft stellt sich inzwischen mehr und mehr der Herausforderung, den intensiven Gefühlsregungen ausgelöst durch Amor auf die Spur zu kommen. Im Film "Wunder Liebe" von Judith König, den ARTE nun erstmals zeigt, sind erstaunliche Ergebnisse zu sehen.

Die Autorin arbeitet unter anderem heraus, dass es eben nicht die Romantik ist, die zwei Menschen zueinander bringt. Vielmehr ist es die reine Biologie. Und ganz nüchtern betrachtet läuft das so ab: Den passenden Partner erkennt man – ganz animalisch – am Geruch. Neue Forschungen haben ergeben, dass der Geruchssinn, vor allem bei Frauen, die Partnerwahl maßgeblich beeinflusst. Ilona Croy, Neuropsychologin am Universitätsklinikum Dresden, erklärt: "Evolutionär ist das ein bedeutsamer Mechanismus, dass wir bei einem Partner außerhalb unserer eigenen genetischen Gruppe suchen."

Aber im weiten Feld der Liebe geht es auch nicht immer nur der Nase nach. Eine zudem entscheidenden Einfluss hat das Hormon Oxytocin. Bei jeder Berührung wird es vor allem im Gehirn freigesetzt und sorgt auch für die Leidenschaft bei Frischverliebten. Im Film heißt es: Sich zu verknallen, gleicht tatsächlich einer biochemischen Explosion. Ein schöneres Erlebnis gibt es eigentlich nicht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst