Am 1. September 1939 brach mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg aus, doch was geschah danach eigentlich im Westen? Die ARTE-Dokumentation beleuchtet die Zeit des "Sitzkriegs" der Alliierten Frankreich und England nun aus französischer Perspektive.

Am 1. September 1939 marschierten Hitlers Truppen ohne Kriegserklärung in Polen ein: der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Doch was geschah im Westen? Zwar erklärten die Westmächte England und Frankreich am 3. September Hitler den Krieg, doch sie verhielten sich zunächst ruhig und versuchten gewissermaßen, den Krieg "auszusitzen".

In der Historie ging diese Zeit wegen der Niederlage Frankreichs 1940 unter – der so genannte "Sitzkrieg" fand später wenig Beachtung. Der Dokumentarfilm "Ein seltsamer Krieg – Frankreich 1939 / 40" von Cédric Gruat (ARTE France) zeigt nun unter Verwendung beeindruckender Privat- und Archivaufnahmen, dass es eine riesige Mobilisierung gab.

Man bereitete sich auf den Krieg vor, Soldaten wurden eingezogen, der Alltag der Zivilbevölkerung veränderte sich radikal. Doch dann zermürbten monatelanges Warten, Kälte und Langeweile entlang der Maginot-Linie die französischen Soldaten. Bewusst eingesetzte Propaganda führte zu einer regelrechten Depression, bevor es im Mai 1940 zum Überfall im Westen kam.


Quelle: teleschau – der Mediendienst