Märchen mit Folgen

Simone Thomalla packt aus: Ohne diesen Film hätte es Tochter Sophia nicht gegeben!

06.03.2026, 10.51 Uhr
Simone Thomalla verbindet mit einem berühmten Märchenfilm mehr als Nostalgie. In einem Interview erzählt sie, warum er ihr Leben bis heute prägt.
Simone und Sophia Thomalla.
Simone und Sophia Thomalla sind unzertrennlich. Jetzt erzählt die Mutter, wie es Sophia beinahe nicht gegeben hätte.  Fotoquelle: picture alliance / Stefan Gregorowius

Für viele Zuschauer gehört „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ untrennbar zur Weihnachtszeit. Für Simone Thomalla hat der Märchenklassiker jedoch eine viel persönlichere Bedeutung. In einem Interview erzählte die Schauspielerin, warum sie mit dem Film besondere Erinnerungen verbindet – und weshalb sie heute überzeugt ist, dass er sogar ihren eigenen Lebensweg beeinflusst haben könnte.

Simone Thomallas Vater arbeitete am Kultfilm „Aschenbrödel“

Was vielen nicht bekannt ist: Alfred Thomalla (†83), Simones Vater und damit der Großvater von Sophia Thomalla, zählte zu den renommiertesten Szenenbildnern und Filmarchitekten der DDR. In dieser Rolle prägte er maßgeblich die visuelle Gestaltung des erwähnten Kult-Märchenfilms. Der prachtvolle Tanzsaal, der märchenhafte Schlosshof und zahlreiche eindrucksvolle Kulissen tragen unverkennbar seine Handschrift.

Simone selbst war damals erst acht Jahre alt, als sie am 1. November 1973 der Uraufführung des Films in Potsdam beiwohnte. Ein Erlebnis, das sie bis heute begleitet und sich tief und emotional in ihr Gedächtnis eingebrannt hat.

Der „Aschenbrödel“-Prinz beeindruckte Simone Thomalla

Nicht nur Kulissen und Musik prägten Simones Erinnerung an den Film nachhaltig. Besonders der tschechische Schauspieler Pavel Trávníček (75), der den leicht tollpatschigen Prinzen spielte, hatte es ihr damals angetan. „Ich war sofort hin und weg“, erinnert sich Simone Thomalla. Diese frühe Schwärmerei blieb nicht ohne Folgen für ihr späteres Leben: Mit einem Augenzwinkern erzählte sie kürzlich, dass sie sich auch deshalb in den Vater ihrer Tochter, den Schauspieler André Vetters (65), verliebt habe, weil er dem Filmprinzen ähnelte.



„Man kann es nicht anders sagen: Wenn ich mir heute Fotos von Sophias Papa anschaue, wird mir ziemlich klar, dass ich ihn mir auch wegen Aschenbrödel ausgesucht habe“, resümierte die ehemalige „Tatort“-Kommissarin lachend. Ihre augenzwinkernde Schlussfolgerung: Ohne „Aschenbrödel“ gäbe es Sophia wohl nicht.

Simone Thomalla erklärte weiter, dass sie ohne diesen Film womöglich ganz andere Entscheidungen getroffen hätte – andere Männer, andere Lebenswege, vielleicht sogar eine völlig andere Zukunft. Dass aus dieser Verbindung letztlich eine der bekanntesten Moderatorinnen Deutschlands hervorging, gehört zu jenen Geschichten, die beinahe zu märchenhaft wirken, um wahr zu sein, und zugleich eine entwaffnende Bodenständigkeit in sich tragen.

Warum „Aschenbrödel“ bei Simone Thomalla jedes Jahr läuft

Bis heute sieht Simone Thomalla den Märchenklassiker jedes Jahr dutzendfach. Die Dialoge kann sie längst fehlerfrei mitsprechen – eine Fähigkeit, mit der sie, wie sie selbst augenzwinkernd sagt, problemlos bei „Wetten, dass..?“ hätte antreten können. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist ein Film, der Generationen verbindet. Im Hause Thomalla schrieb er sogar ein Stück Familiengeschichte.

Das mag auf den ersten Blick nostalgisch wirken, doch darin schwingt vor allem eines mit: Dankbarkeit. Für prägende Erinnerungen, für Familie – und für Lebenswege, deren Richtung oft erst im Rückblick verständlich wird und deren Verlauf letztlich nur das Schicksal kennt.

Wie der Märchenfilm Simone Thomallas Leben beeinflusste

Manche Filme unterhalten, andere fesseln – und wieder andere werden zu festen Ritualen. Nur ganz wenige jedoch entfalten eine Wirkung, die weit über die Leinwand hinausreicht und sogar Lebenswege beeinflusst. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gehört für Simone Thomalla eindeutig dazu.

Dass ein Märchenfilm aus den 1970er-Jahren indirekt zur Geburt von Sophia Thomalla beigetragen haben soll, ist natürlich keine wissenschaftlich belegbare Tatsache. Aber es ist eine schöne, warmherzige Anekdote – und genau das macht ihren Zauber aus.

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