Ist ein normales Aufwachsen nach einer Zombie-Apokalypse überhaupt möglich – und wenn ja, wie? Dieser spannenden Frage nimmt sich das Spin-off "The Walking Dead: World Beyond" an. 

Die Mutterserie mag dem Tode geweiht sein, der Mythos scheint aber unsterblich: Mit "The Walking Dead: World Beyond" startet am 2. Oktober bei Amazon ein weiteres Spin-Off der Zombieserie, die nach zehn Jahren auf ihr großes Finale hinsteuert. Wie die Endzeit-Sage um Maggie, Negan, Daryl und Co. endet, entscheidet sich in der finalen elften Staffel, deren Start wegen den Verzögerungen durch die Corona-Pandemie frühestens Ende kommenden Jahres erwartet wird. Fans des Zombieszenarios kommen dank des Ablegers "Fear The Walking Dead" aber ebenso auf ihre Kosten wie nun durch "The Walking Dead: World Beyond".

Im zweiten Serien-Spin-off ist die Zombie-Apokalpyse bereits zehn Jahre Geschichte. Gelöst ist das Problem freilich nicht, und die Überlebenden fristen ihr Dasein in Städten, die von hohen Mauern und Stacheldrahtzäunen umringt sind. In einem dieser Zusammenschlüsse, der Campus Colony, leben die Schwestern Iris (Aliyah Royale) und Hope (Alexa Mansour). Während Iris Vorzeigestudentin an der Universität ist und sich politisch engagiert, hat Hope ganz im Gegensatz zu ihrem Namen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufgegeben.

Die Mutter der beiden kam im Chaos der Apokalypse vor zehn Jahren tragisch zu Tode, und auch ihr Vater Leo (Joe Holt) hat seine Töchter verlassen, um sich einer noch wichtigeren Aufgabe zu widmen. Der Biologe soll die Gründe für die Machtübernahme der Untoten herausfinden. Als Iris und Hope jedoch eines Tages ein Hilferuf ihres Vaters erreicht, verlassen sie die Campus Colony und begeben sich mit ihren Freunden Silas (Hal Cumpston) und Elton (Nicolas Cantu) auf eine gefährliche Reise.

In der Pilotfolge, die der Presse im Vorhinein zur Verfügung gestellt wurde, sind die Untoten über weite Strecken eine unsichtbare Bedrohung. Sie gehören zur Normalität, und im Kampf gegen die Zombies sind die Überlebenden längst gut geschult. Stattdessen stehen zunächst die zwischenmenschlichen Konflikte im Mittelpunkt. Jeder der Hauptfiguren – neben den Schwestern Iris und Hope auch ihr Freund Elton – hat einen geliebten Menschen verloren.

Mit diesen Verlusten geht jedoch jeder der Protagonisten anders um. Während Iris nach außen hin die starke, taffe und selbstbewusste Musterschülerin gibt, fällt Hope durch ihre Null-Bock-Einstellung, Regelverstöße und ihre Hoffnungslosigkeit auf. Wie sich die unterschiedlichen Charaktere auf ihrer riskanten Suche zusammenraufen und wie sie sich in den zu erwartenden Attacken mit den Zombies schlagen, werden jedoch erst die neun weiteren Episoden der Debütstaffel von "The Walking Dead: World Beyond" aufklären.

Mit dem neuen Amazon-Original wird eine Reihe weiterer Serienableger eingeläutet. Sie sollen die Lücke füllen, die das Finale von "The Walking Dead" reißen wird. Neben einem Format, das sich den Schicksalen der Charaktere Daryl Dixon (Norman Reedus) und Carol Peletier (Melissa McBride) widmen soll, ist auch die Anthologieserie "Tales of the Walking Dead" geplant. Andrew Lincoln, der über neun Staffeln die Hauptfigur Rick Grimes verkörperte, kehrt hingegen in drei Filmen zurück – und zwar auf die Leinwand. Wie im Juli auf der San Diego Comic-Con enthüllt wurde, soll die Filmreihe nämlich ins Kino kommen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH