Französische Serie

"Sonntagnachmittagsblues": Kritik zur ARTE-Serie über Selbstfindung mit Liv Henneguier

19.03.2026, 06.00 Uhr
In der neuen ARTE-Serie "Sonntagnachmittagsblues" zieht Louise nach Paris, um ihren Traum vom Filmemachen zu verwirklichen. Isabel Coixet erzählt eine charmante Geschichte über das Finden von sich selbst und die Herausforderungen der Gen Z.

Es könnte gut sein, dass man schon in den ersten Minuten der neuen achtteiligen ARTE-Dramedy-Serie "Sonntagnachmittagsblues" von Isabel Coixet den Impuls verspürt, seine Koffer zu packen und nach Paris aufzubrechen. Man möchte es der Hauptfigur Louise (Liv Henneguier) gleichtun, die Limoges hinter sich lässt, um in der französischen Hauptstadt neu zu beginnen. Ihr Traum: Sie will einen Film drehen. Die junge Frau hat ein Drehbuch über die Liebesgeschichte zweier Bekannter verfasst – eine Geschichte, die so nie stattgefunden hat. Und jene, die darin einander lieben sollten, sind längst tot.

ARTE
Sonntagnachmittagsblues
Dramedy-Serie • 19.03.2026 • 22:25 Uhr

Mit seinen französischen Chansons, dem feinen Gespür für Details und dieser unverwechselbaren französischen Art, Filme und Serien zu erzählen, erinnert "Sonntagnachmittagsblues" beinahe an eine Gen-Z-gerechte Variation des wunderbaren Werks "Die fabelhafte Welt der Amélie" von Jean-Pierre Jeunet.

Das Motto in der Serie: "Je trauriger, desto besser"

Doch hier geht es nicht um Amélies Welt, sondern eben um Louise. Und als wäre das Leben einer Mitte-Zwanzigjährigen, die immer wieder von ihrer Mutter als "dick" verurteilt wird, nicht ohnehin herausfordernd genug wäre, ist sie nicht nur auf der Suche nach sich selbst, sondern auch nach einer Wohnung. Der Wohnungsmarkt in der Stadt der Liebe erweist sich (wenig überraschend) als alles andere als einladend für Zugezogene. Wie es der Zufall will, begegnet Louise schließlich Charlie (Clara Bretheau) und Nelson (Théo Christine). Die beiden sind beste Freunde, kennen einander (fast) in- und auswendig und haben ein Zimmer in ihrer WG frei. Zwischen abgebrannten Kerzen, bröckelnder Tapete und Pariser Flair steht in der Wohnung ein Regal, das zum Mittelpunkt einer kleinen Tradition wird: Jeden Sonntag schauen die drei gemeinsam einen Film. "Je trauriger, desto besser."

Und während Louise, Charlie und Nelson mit ihren ganz eigenen Schwierigkeiten ringen, stellt sich beim Publikum eine leise Wehmut ein. Wie schlecht ist diese Welt wirklich? Und wie verloren oder verkorkst ist sie – diese neue Gen Z?

Die ersten vier Folgen der achtteiligen Serie laufen nacheinander am Donnerstag, 19. März, bei ARTE. Eine Woche später sind ab 22.30 Uhr die letzten vier Folgen zu sehen. Ab Donnerstag, 12. März, ist "Sonntagnachmittagsblues" auch über die ARTE-Mediathek verfügbar.

Sonntagnachmittagsblues – Do. 19.03. – ARTE: 22.25 Uhr

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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