Mit 95 Jahren verstorben

Nach seinem Tod: Das passiert mit Mario Adorfs Millionen-Vermögen

22.04.2026, 12.24 Uhr
Mario Adorf, einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler, ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Wer wird sein Erbe antreten?
Mario Adorf lächelt.
Mario Adorf wurde 95 Jahre alt.  Fotoquelle: picture alliance / ROPI | Alexander Heimann

Mario Adorf („Kir Royal“) war einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler. Am 8. April 2026 verstarb er im Alter von 95 Jahren nach kurzer Krankheit. Doch was passiert nun mit seinem Vermögen und um wie viel Geld handelt es sich überhaupt?

Wie reich war Mario Adorf?

„Ich scheiß’ Dich sowas von zu mit meinem Geld!“ Dieser Satz von Mario Adorf in der Rolle des Generaldirektors Heinrich Haffenloher in „Kir Royal“ hat längst Legendenstatus erreicht. Dem gebürtigen Zürcher selbst war der Reichtum allerdings nicht in die Wiege gelegt – ganz im Gegenteil. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen bei seiner Mutter auf, die mit dem wenigen Geld, das sie als Näherin und Schneiderin verdiente, kaum über die Runden kam. Deshalb sah sie sich sogar gezwungen, ihren unehelich geborenen Sohn zwischenzeitlich in ein Kinderheim zu geben.

Doch das Geld, das Adorf nach seinem Durchbruch – vor allem als Schauspieler, aber auch als Hörbuch- und Synchronsprecher sowie Autor – verdiente, entwickelte sich schließlich zu einem Vermögen. Dafür sorgten nicht nur die Gagen, sondern auch die Tantiemen, die er aus über 220 Produktionen erhielt. Insgesamt soll sein Vermögen zum Todeszeitpunkt einen Wert von über zehn Millionen Euro gehabt haben.

Wie setzt sich das Vermögen des Schauspielers zusammen?

Offensichtlich hatte Mario Adorf seine Einkünfte clever angelegt. Dabei könnten die Erfahrungen, die er in seiner Kindheit machen musste, eine zentrale Rolle gespielt haben. Diese hatte der Künstler unter anderem in seinem 2005 erschienenen autobiografischen Buch „Mit einer Nadel bloß: Über meine Mutter“ verarbeitet.

Besonders wertvoll dürfte die Altbauwohnung sein, die er zusammen mit seiner Ehefrau Monique Faye (82) in Paris bewohnte. Diese liegt nicht nur im beliebten achten Arrondissement, sondern auch direkt in der Nähe des berühmten Arc de Triomphe de l’Étoile. Zudem besaß er ein großzügiges Apartment im gefragten Münchner Stadtteil Schwabing. Dazu kamen weitere Investments wie Aktien und Festgelder, die sich zu einem Millionenbetrag summieren.

Sie erbt wahrscheinlich Adorfs Millionenvermögen

Nach Informationen der Boulevardpresse hinterlässt Mario Adorf Monique Faye testamentarisch sein gesamtes Eigentum. Mit der Französin war er seit 1985 glücklich in zweiter Ehe verheiratet. Kennengelernt hatte Adorf die Französin bereits 1968 in Saint-Tropez – und zwar über die mit ihr befreundete Schauspiellegende Brigitte Bardot.

Über steuerliche Belastungen infolge des Millionenerbes muss sich Monique Faye übrigens keine Gedanken machen. Anders als es in Deutschland der Fall wäre, drohen ihr nämlich keine hohen Steuerzahlungen. Das liegt daran, dass in Frankreich der überlebende Ehegatte vollständig von der Erbschaftssteuer befreit ist.

Die andere Frau in Mario Adorfs Leben geht wohl (vorerst) leer aus

Monique Faye ist allerdings nicht die einzige enge Verwandte des Schauspielers. Denn seine erste Ehefrau, die 2019 verstorbene Lis Verhoeven, gebar dem Schauspieler auch noch eine Tochter. Stella Maria Adorf (62) ist in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und war unter anderem im Biopic „Brecht“ zu sehen.

War womöglich das Verhältnis zwischen Vater und Tochter so zerrüttet, dass Stella Maria deswegen jetzt beim Erbe leer ausgeht? Wahrscheinlich nicht. So bezeichnete der mit Mario Adorf befreundete Künstler Stefan Szczesny das Verhältnis der beiden als „sehr ausgeglichen“. Deswegen soll sie wohl nach Monique Fayes Tod das Erbe antreten.

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