Gleich drei neue Promis sitzen neben Dieter Bohlen in der "DSDS"-Jury, gecastet wird auf einem Flusskreuzfahrtschiff. Manches bleibt aber auch in der 18. Staffel wie immer ...

Das Unterdeck der "Blue Rhapsody" macht durchaus was her: Das große Panorama-Fenster des Flusskreuzfahrt-Schiffes gibt den Blick auf den Kölner Dom und den Rhein frei. An Bord sitzen: Urgestein Dieter Bohlen sowie zwei der drei neuen Jury-Mitglieder, Pop-Sänger Mike Singer und Schlagersängerin Maite Kelly. Ihre Juroren-Sitze hatten sie nicht wie gewohnt im Studio, sondern auf eben diesem Schiff, wo seit 14. September die aktuell noch laufenden Castings zur 18. Staffel "Deutschland sucht den Superstar" stattfinden – folgerichtig fand dort am Freitagvormittag auch die digitale Pressekonferenz statt, zu der RTL einlud. Ein Zusammenschnitt der bisherigen Castings auf dem Rhein offenbarte den Teilnehmern viel gutes Wetter und jede Menge gute Laune.

Als der vierte im Promi-Bunde, Schlagersänger Michael Wendler dazustieß, wurde er direkt auf das Verhältnis innerhalb der Jury angesprochen. "Natürlich kriege ich auch mal einen von der Seite", gab der Wendler zu, insgesamt würde jedoch alles ausgesprochen harmonisch ablaufen. Auch Singer, der jüngste "DSDS"-Juror aller Zeiten, Kelly und Bohlen pflichteten dem Sclagerstar da bei. Im Casting-Prozess selbst gäbe es aber natürlich auch Meinungsverschiedenheiten. "Immer der gleichen Meinung zu sein, wäre ja schlimm", befindet der 48-Jährige.

Gleich drei neue Jury-Mitglieder und Vorsingen mit Abstand: Die mittlerweile 18. ist eine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche "DSDS"-Staffel. Urgestein Dieter Bohlen glaubt, dass sich die Pandemie durchaus auch auf die Kandidaten auswirkt. Er ist der Meinung, manche hätten sich mit der Gesangskarriere gar auf ein altes Hobby besonnen. "Die Leute sind, glaube ich, im Moment viel sensibler, als wenn es einem gut geht", sagt er. Obwohl, oder gerade weil eine gehörige Portion Wehmut in den Stimmen der Casting-Besucher mitschwingt, habe es laut Bohlen viele starke Auftritte gegeben.

Das Corona-Geschehen in Deutschland hinterließ auch in Sachen Organisation Spuren: "Der Start der Castings war holprig", gab RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm zu. Einige Kandidaten seien trotz Anmeldung nicht erschienen. Dennoch seien es inzwischen – nachdem sich die Produktionsfirma offenbar mächtig ins Zeug gelegt hatte – sogar mehr Superstar-Anwärter gewesen als in der vorherigen Staffel. Auch aus der Schweiz und Österreich hätten einige den Weg auf das Casting-Schiff gefunden. Dieter Bohlen stellte zudem klar: "Es geht ja nicht nur um die Quantität."

"Deutschland sucht den Superstar" sei auch eine "Sympathie-Wahl", so Bohlen. Es handele sich schließlich um eine Unterhaltungssendung, welche die Leute von ihren Sorgen ablenken soll. Das ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen – es gehe eben nicht nur um die tollste Stimme, sondern auch um Unterhaltungswert. Und den scheint es laut Jury zu Genüge gegeben zu haben. "Ich habe den schrillsten Kandidaten meiner Karriere gesehen", kündigte Bohlen einen echten Entertainer an. Er selbst habe "zehn Minuten am Stück Tränen gelacht".

Dass das Erfolgsrezept der Castingshow auch nach mittlerweile 18 Jahren noch erfolgreich ist, schreibt Dieter Bohlen zum Großteil sich selbst zu. Auch wenn der Großteil seiner Ideen abgeschmettert werde, würden dennoch die meisten Einfälle von ihm stammen. "Ich bin vielleicht nicht der Schlauste und nicht der Kreativste, aber der Fleißigste", stellte er klar. Dass dem letztjährigen Sieger, Ramon Roselly wieder ein Nummer-Eins-Hit gelang, verleitete das "DSDS"-Urgestein noch zu einem Seitenhieb an die Konkurrenz: "Bei anderen Formaten ist es so, dass die Gewinner danach Taxi fahren."

Die Ausstrahlung der 18. Staffel "DSDS" ist für Anfang 2021 geplant. Das Casting-Schiff startete in Mainz, am 27. September endet die Schiffsreise in Duisburg.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH