Eine lange "Tagesschau"-Karriere geht zu Ende: Jan Hofer verabschiedet sich Ende des Jahres in den Ruhestand. Sein Nachfolger als Chefsprecher wird Jens Riewa.

Das teilte die ARD am Freitag mit. Außerdem verstärken Julia-Niharika Sen und Constantin Schreiber künftig das Team der Sprecherinnen und Sprecher der "Tagesschau" um 20 Uhr. "Der überragende Erfolg der tagesschau wäre ohne Jan Hofer nicht denkbar. Er war über Jahrzehnte hinweg das Gesicht und die Stimme für seriöse Nachrichten in Deutschland. Wir haben ihm viel zu verdanken", sagte NDR-Intendant Joachim Knuth. "Sein Nachfolger Jens Riewa ist ein sehr erfahrener und professioneller Sprecher, der auch in der neuen Funktion maßgeblich dazu beitragen wird, dass die 'Tagesschau' Deutschlands Nachrichtenmarke Nummer 1 bleibt."

Jens Riewa folgt als Chefsprecher der "Tagesschau" auf Karl-Heinz Köpcke, Werner Veigel, Dagmar Berghoff, Jo Brauner und Jan Hofer. Julia-Niharika Sen und Constantin Schreiber kommen neu als Sprecherin bzw. Sprecher zur Hauptausgabe der "Tagesschau" um 20 Uhr. Sie sind bisher unter anderem bei tagesschau24, im ARD "Nachtmagazin" und im NDR Fernsehen im Einsatz.

"Ich danke Jan Hofer für seine konstante Leistung und seine starke Professionalität. Er war stets offen für Neues wie TikTok und für den Dialog mit dem Publikum. Seine Teamfähigkeit beweist er auch bei der Staffelübergabe an den hervorragenden Kollegen Jens Riewa", sagte Marcus Bornheim, Erster Chefredakteur ARD-aktuell.

Jan Hofer ist seit 2004 Chefsprecher der "Tagesschau". Er wuchs in Wesel auf. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Köln volontierte er bis 1976 im Hörfunk und arbeitete für die Deutsche Welle, den Deutschlandfunk und den WDR in Köln. 1985 kam er zur "Tagesschau" nach Hamburg. Er trat auch als Moderator von Unterhaltungssendungen wie "Showbiss" und "Swing-Raritäten" vom HR sowie der "NDR Talk Show" in Erscheinung. Bis 2012 war Jan Hofer 21 Jahre lang Gastgeber der "Riverboat-Talkshow" des MDR. Er war auch an der Seite von Kai Pflaume in der Spielshow "Dalli Dalli" zu sehen.


Quelle: areh