„Das ist die unterste Form“: Howard Carpendale teilt gegen Helene Fischer aus
Howard Carpendale gehört zu den wenigen Künstlern, die das Schlagergeschäft seit Jahrzehnten aus nächster Nähe kennen. Der Sänger hat miterlebt, wie sich Stars verändert, Trends verschoben und ganze Karrieren neu erfunden haben. Auch den Weg von Helene Fischer beobachtete er lange. Umso bemerkenswerter ist, dass er nun offen anspricht, was ihm an ihrer Entwicklung Sorgen bereitet – und der Sängerin einen sehr deutlichen Rat gibt.
So begann die Karriere von Howard Carpendale im Schlager
Bevor die Karriere von Howard Carpendale Fahrt aufgenommen hat, sang er in Nachtlokalen und Wirtshäusern in Deutschland. Es dauerte ein paar Jahre, bis er Anfang der 70er Jahre zum Schlagerstar aufstieg. „Meine Karriere hat sich langsam aufgebaut. Einen Riesenhit wie ‚Atemlos‘ habe ich eigentlich nie gehabt. Ich habe sehr erfolgreiche Titel, aber nicht so was wie Atemlos. ‚Ti amo‘ war wohl am nächsten dran“, zog der 79-Jährige einen Vergleich zu Helene Fischer im Podcast „Hotel Matze“.
Mit dem Lied „Atemlos“ landete die 40-Jährige 2013 mehrere Wochen auf dem ersten Platz der Charts und knackte zudem weitere Rekorde.
Howard Carpendale kritisiert den modernen Schlager scharf
"Helene Fischer hatte nicht das typische Aussehen eines Schlagerstars – eher das eines Models oder Filmstars. Trotz großer Erfolge hatte sie zunächst keinen großen Hit gehabt. Auf einmal kam 'Atemlos', das Publikum hat gewartet, dass sie einen Hit bekommt", analysierte Howard Carpendale. Für ihn persönlich sei diese Art des Schlagers aber nichts.
"Da werde ich verrückt. Das ist die unterste Form von Groove, die es überhaupt gibt. Das Schlimme ist: Das lief nun 15 Jahre lang. Ich saß manchmal in der Garderobe, wo Kollegen eine halbe Stunde gesungen haben, und dann ich und in der Garderobe hörte ich nur: ‚Bumm bumm bumm‘. Das hat der deutschen Musik so geschadet, dass dieses Genre tot ist. Es ist heute tot", sagt der Star klar. Früher müssten die Musiker hunderttausende Einheiten verkaufen, um eine goldene Schallplatte zu erhalten. Heutzutage würden schon 75.000 reichen.
Howard Carpendale kritisiert Helene Fischers Bühnenauftritt
Doch eine Entwicklung sieht Howard Carpendale besonders kritisch. Wie andere Stars auch würde Helene Fischer stark auf den Faktor Sex setzen. "Helene, ich liebe dich, ich habe mit dir Duette gesungen, du bist ein geiler Mensch. Die Leute haben dich geliebt und plötzlich hattest du das Gefühl wie viele amerikanische Künstler: 'Ich muss viel sexyer werden'. Natürlich bist du sexy, ich glaube, kein Mann würde dich ablehnen", erklärte die Schlagerlegende und gab der "Atemlos"-Sängerin noch einen warnenden Ratschlag mit auf dem Weg: "Du darfst Sex nicht auf der Bühne verkaufen! Du kannst das Thema gerne anfassen, aber nicht im Sinne von ’nasse Haare, kaum Kleidung‘. Ich weiß, wie geil das für dich sein muss. Aber es ist nicht, wie die Leute dich sehen".
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