Erwartet uns ein ungemütlicher Corona-Herbst? Über dieses Thema wurde in Sandra Maischbergers Talkshow diskutiert. Moderator Jörg Pilawa kritisierte die Haltung des Virologen Christian Drosten.

Die zweite Welle der Corona-Pandemie breitet sich langsam weiter aus – und ist das führende Gesprächsthema in den abendlichen Talkshows. So wurde auch in der jüngsten Ausgabe der ARD-Talkshow "maischberger. die woche" über die neuesten Entwicklungen rund um Corona diskutiert: Kürzlich hatte Christian Drosten erklärt, dass die zweite Pandemiewelle jetzt beginne, und dass Deutschland nichts besser gemacht habe als die Nachbarländer. Diese Haltung des Virologen erhielt nicht nur Zustimmung – und wurde überraschenderweise nun von Moderator Jörg Pilawa kritisiert.

"Was Herr Drosten heute gemacht hat, war nicht richtig", so der 55-Jährige im Gespräch mit Sandra Maischberger. "Ich finde, damit nimmt man den Menschen wirklich diesen Verantwortungsmoment." So wäre es "ja eigentlich egal, wie wir es machen." Stattdessen habe Deutschland laut Pilawa die Situation "sehr, sehr gut gemanagt."

Er persönlich habe vor allem Angst davor, dass "Angst und Panik wieder zum Mainstream erklärt" werden. "Wir haben viel aus der ersten Welle gelernt, und das sollten wir anwenden, und dann können wir sie auch beherrschen, davon bin ich fest überzeugt." Angst würde nur eine kontraproduktive Reaktion hervorrufen. "Was passiert denn aus Angst heraus? Es gibt die Leute, die dann wieder als Verschwörungstheoretiker loslaufen, es gibt wieder 'jetzt erst recht nicht'." Die Eigenverantwortung habe in Deutschland eigentlich sehr gut funktioniert, so Pilawa. Dass die Angst und die Panik zum Mainstream deklariert wurde, sei jedoch falsch gewesen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH