Schon als Teenagerin wurde Mandy Capristo. Doch mit dem frühen Ruhm kam sie offenbar nicht gut klar. Wie sie jetzt erzählt hat, musste sie depressive Phasen bewältigen.

Immer wieder wird gefordert, die Thematik Depression aus der Tabu-Ecke zu holen. Auch die Schattenseiten des Erfolgs werden zunehmend häufiger diskutiert – Ruhm alleine macht offenbar nicht glücklich. Diese Erfahrung musste auch Sängerin Mandy Capristo machen, wie sie nun in einem Interview mit RTL gestand.

In ihrem Popstar-Leben war es ihr nicht mehr möglich, einem normalen Alltag nachzugehen, und auch das Erwachsenwerden erfolgte stets unter Beobachtung durch die Öffentlichkeit. Der öffentliche Druck und die Identitätssuche als Künstlerin machten Capristo krank. "Ich tue mich sehr schwer mit dem Wort Depressionen, weil das ein sehr sensibles Wort ist. Ich würde sagen, dass ich definitiv depressive Momente hatte und nicht das glücklichste Ich war", so die Sängerin.

Bereits mit 16 Jahren wurde Mandy Capristo im Jahr 2006 durch den Sieg in der Casting-Show "Popstars" ins Rampenlicht katapultiert und feierte mit der Band Monrose große Erfolge. Nach der Trennung der Gruppe im Jahr 2010 war sie auch solo erfolgreich.

Doch ihr erstes Album "Grace" blieb bis dato ihr letztes. Benannt ist es nach ihrem Zweitnamen, den sie auch als Künstlerin verwendete, um das Girl-Group-Image abzulegen. "Die Namensänderung war mein Britney-Moment", erinnert sich Capristo im Interview an einen Tiefpunkt in ihrem Leben. "Heute kann ich das so reflektieren. Wenn du so traurig bist wie ich damals, hörst du nicht einfach auf. Ich habe viel zu viel Angst gehabt, jemanden zu enttäuschen", verriet die 30-Jährige der "Bild" ihre damaligen Ängste. Damals verfolgte sie den Plan, durch "Grace" wieder zu sich selbst zu finden – doch das stellte sich als Trugschluss heraus.

Nach ihrer Auszeit blickt Capristo nun wieder positiver in die Zukunft. Es stellte sich als richtig heraus, der "privaten Mandy Priorität zu geben", erzählte sie RTL. "Das Allerwichtigste ist, zu erkennen, dass nur man selbst sich da herausbekommt. Und vor allem: immer ganz positiv bleiben", hat die Sängerin ihre Lehren aus der dunklen Lebensphase gezogen. "Ich muss sagen, dass ich heute an einem Punkt bin, wo ich sagen kann, dass ich unglaublich glücklich bin, dass ich diese Momente hatte", will sie die Erfahrungen nicht missen. "Sonst hätte ich einige Dinge in meinem Leben nicht so drastisch geändert", gibt die Sängerin offen zu.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH