Das Leben von Kaiserin Elisabeth wird neu verfilmt. Und der Film soll ganz anders werden, als die belieben Weihnachtsklassiker. Nun wurde bekannt, wer die Hauptrolle spielen wird.

Als "Sissi" spielte sich Romy Schneider in den 50er-Jahren in die Herzen von Millionen Kinozuschauern. Mehr als 60 Jahre nach dem ersten "Sissi"-Film soll die Lebensgeschichten der österreichischen Kaiserin Elisabeth nun erneut verfilmt werden. Regisseurin Frauke Finsterwalder arbeitet derzeit an dem Kinoprojekt "Sisi und ich", das sich nicht nur in der Schreibweise von Elisabeths Spitznamen von den legendären Kitsch-Klassikern deutlich unterscheiden dürfte: Angekündigt ist ein "feministischer Film, der das Leben der Herrscherin von Österreich auf radikal neue Weise zeigt". Nun wurden bekannt, wer die Hauptrollen spielt.

Wie der Filmverleih DCM mitteilte, soll Kaiserin Elisabeth von Susanne Wolff verkörpert werden. Die 1973 in Bielefeld geborene Schauspielerin war unter anderem in Volker Schlöndorffs "Rückkehr nach Montauk" zu sehen; für ihre Rolle im Drama "Styx" wurde sie im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Auch im "Tatort" ("Niedere Instinkte", 2015, "Der Fall Reinhardt", 2014) fand Susanne Wolff zuletzt große Beachtung. Erzählt wird der Film aus der Perspektive von Sisis Hofdame Irma, die von Sandra Hüller ("Requiem", "Toni Erdmann") gespielt wird. In weiteren Rollen sind Ella Rumpf, Angela Winkler, Sophie Rois, Stefan Kurt und Johannes Krisch zu sehen.

Kaiserin Elisabeth (1837-1898) soll im neuen Film als Frau dargestellt werden, "die sich jahrelang ohne ihren Mann, nur von Frauen umgeben, auf Reisen durch ganz Europa wagt, sechs Sprachen beherrscht, Hochleistungssport treibt und mit ihrem freien Geist ganz und gar nicht in das enge Korsett des Wiener Hofes passt", so der Filmverleih DCM.

Regisseurin Frauke Finsterwalder, die mit ihrem Debütfilm "Finsterworld" bekannt wurde, schrieb das Drehbuch zusammen mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Christian Kracht ("Faserland"). "Als Regisseurin kann ich mich beim Casting nicht mit einem Kompromiss zufriedengeben", erklärt sie. "Denn Filme formen unsere Vorstellungen, schaffen Traumbilder. Sie haben die emotionale Kraft, unsere Sichtweise auf die Welt grundlegend zu verändern. Ein gutes Drehbuch hilft hier natürlich, aber es sind die Schauspielerinnen und Schauspieler, die die Bilder zum Leben erwecken. Ich kann mir bei Weitem kein außergewöhnlicheres Ensemble für 'Sisi und ich' vorstellen als dieses."

Drehbeginn von "Sisi und ich" soll im kommenden Jahr sein; der Kinostart ist für Frühjahr 2022 geplant.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH