Der Biber war in Deutschland so gut wie ausgerottet. Eine ARD-Doku zeigt, wie die Art hierzulande vom Aussterben gerettet werden konnte.

Nun sind sie also wieder da: Für lange Zeit wurden Biber in Deutschland gejagt und beinahe ausgerottet. Ende der 20er-Jahre lebten in hiesigen Gefilden nur noch 200 Biber an der Mittleren Elbe bei Dessau. Zu dieser Zeit galten sie bis auf kleinere Populationen in ganz Europa als so gut wie ausgestorben. Die Dokumentation "Erlebnis Erde: Die Rückkehr der Biber" von Autor Klaus Weißmann zeigt eine der größten und teilweise kuriosen Erfolgsgeschichten des deutschen Naturschutzes – und wie das Leben der tierischen Damm-Ingenieure heute aussieht.

Wie kam es überhaupt zu ihrer Dezimierung? Zum Pech der Biber wurde ihr Pelz als wertvoll und ihr Fleisch als lecker bewertet, womit die Jagd auf sie gerechtfertigt wurde. Und dann gab es da noch ein moschusähnliches Duftsekret, welches die Nager in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu Objekten der Begierde machte: Das flapsig betitelte Sekret "Bibergeil"wurde in der Medizin als Schmerzmittel eingesetzt.

Aber ist heute, da nach dem großen Comeback wieder 35.000 Biber in Deutschland heimisch sind, alles wieder in bester Ordnung? Mitnichten: Wo der Biber auftaucht, gibt es Zoff mit den Menschen. Wenn die Tiere, deren Population tendenziell weiter steigt, neue Gewässer anlegen, werden schon einmal Wiesen, im ungünstigsten Fall Keller geflutet. Das sorgt verständlicherweise bei den Betroffenen für einen weniger knuffigen Eindruck des Nagers, als die Bilder aus der Wildnis vermitteln. Gestaute Gräben oder geplünderte Weizenfelder sorgen ebenfalls für Ärger.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH