Seit 1978 ermittelte die "SOKO München". Nun geht die ZDF-Vorabendserie in ihre letzte Staffel. Zum Abschied gibt es 14 neue Folgen und ein Special.

Auf ins große Finale: Mit der Episode "Auf der Hut" – es geht um einen Wanderschäfer, der aus zunächst unerfindlichen Gründen ermordet wird – startet im ZDF die letzte Staffel der erfolgreichen Krimi-Vorabendserie "SOKO München". Die Serie lief seit 1978 im Zweiten, bis 2016 unter dem Titel "SOKO 5113", der Durchwahlnummer des Münchner Kommissariatschefs. Zum Abschied gibt es Ende 2020 noch ein Special mit dem Titel "Der Countdown".

Die Serie orientierte sich nah am Alltag der Ermittler, der ehemalige Gießener Kriminaldirektor Dieter Schenk war ihr Mentor und überprüfte alle Drehbücher auf ihren Realitätsgehalt. Bis 1992 war Werner Kreindl als Hauptkommissar Göttmann das Gesicht der Serie, auf ihn folgte der stets zurückhaltende Wilfried Klaus als Kriminalhauptkommissar Horst Schickl, bis 2008 Gerd Silberbauer den Chefposten im Münchner Sonderkommissariat übernahm. – Die Nachricht vom bevorstehenden Ende des Dauerbrenners, der Mutter aller SOKOs von Köln bis Wismar und Kitzbühel, schlug im August 2019 wie eine Bombe ein und ist wahrscheinlich auf das Bestreben des ZDF zurückzuführen, ein jüngeres Publikum zu erreichen, man wünsche eine "Modernisierung des Programms". Auch die gemeinsam mit dem ORF produzierte "SOKO Kitzbühel" wird nach 20 Staffeln im Jahr 2021 eingestellt. An "SOKOs" besteht im ZDF dennoch kein Mangel. Als Ersatz sind künftig "SOKO Potsdam" und "SOKO Hamburg" vorgesehen. Außerdem soll ein neues "SOKO"-Team an einem anderen Standort in Österreich etabliert werden.

Als Abschiedsgeschenk für die "SOKO-München"-Crew um Gerd Silberbauer wurde im August ein 90-Minuten-Special abgedreht, das die derzeitige Staffel (14 Folgen, montags 18.00 Uhr) Ende 2020 beschließen soll. ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler sagte zum Abschied nach 41 Jahren und insgesamt 675 Folgen: "Die Münchner 'SOKO' ist ein Stück deutscher Fernsehgeschichte, für das wir allen Beteiligten sehr dankbar sind: dem Team der UFA Fiction, den vielen Schauspielerinnen und Schauspielern, von Werner Kreindl über Wilfried Klaus bis hin zu Gerd Silberbauer und allen Mitwirkenden an der erfolgreichen ZDF-Serie." Schade drum.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH