In unregelmäßigen Abständen bringt Harald Lesch den "Terra X"-Zuschauern die Faszination des Universums näher. Nun gibt es zwei neue Folgen. Die erste führt uns auf eine "Reise zum Rand der Welt".

"Der Weltraum, unendliche Weiten": Mit diesen Worten begann seinerzeit die Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise". Doch entspricht diese Aussage auch der Realität? Ist das Universum tatsächlich unendlich? Oder hat es am Ende doch eine natürliche Grenze? Diesen Fragen möchte der Astrophysiker Harald Lesch in der ZDF-Doku "Terra X: Faszination Universum: Die Reise zum Rand der Welt" auf den Grund gehen.

Seit der Antike beschäftigen sich Menschen mit der Faszination der unendlichen Weite des Weltraums. Damals bestimmte der griechische Gelehrte Eratosthenes die Größe der Erde mithilfe des Sonnenscheins. Mehr als tausend Jahre später entwickelte der Astronom Giordano Bruno seine eigene Theorie eines unendlichen Universums: Damals, im 16. Jahrhundert, stieß er mit seiner These, wonach die Erde um die Sonne kreise, noch auf allumfassende Zweifel. Zu präsent war die Vorstellung, wonach die Sterne stattdessen um die Erde kreisten.

Doch es war bei Weitem nicht der einzige Trugschluss in der Geschichte der Astronomie: Noch Anfang des 20. Jahrhunderts glaubten Forscher an die Einzigartigkeit unserer Milchstraße. Erst die US-amerikanische Astronomin Henrietta Swan Leavitt sollte daran etwas ändern: Beim Zählen von Sternen auf Fotoplatten entdeckte sie, dass sich bestimmte Sterne als "Messlatten" für das Universum verwenden lassen. Der Grundstein für moderne Vermessungsstrategien war gelegt.

Je weiter sich die Technik entwickelte, desto umfassendere Erkenntnisse konnten Forscher über die tatsächlichen Dimensionen des Alls erlangen. Moderne Teleskope vermessen Strecken immer genauer. Das Hubble-Weltraumteleskop kann sogar in bislang unerforschte Gebiete vordringen.

Dennoch umfasst unser heutiger Wissensstand nur einen Bruchteil des tatsächlichen Kosmos: Sonden wie die Voyager senden zwar seit Jahrzehnten Informationen vom Rand unseres Sonnensystems. Bis zum nächsten Stern bräuchten sie jedoch mindestens 40.000 weitere Jahre, ganz zu schweigen vom Menschen selbst, der bislang nicht über den Mond hinauskam.

In der Reihe "Terra X: Faszination Universum" begibt sich Harald Lesch erneut an den Rand unseres Vorstellungsvermögens. Dabei präsentiert er die mittlerweile 15. Staffel des seit 2003 existierenden Formats. Der zweite Teil unter dem Titel "Terra X: Faszination Universum: Im Sog des Schwarzen Lochs" wird eine Woche später, am Sonntag, 27. September, um 19.30 Uhr, im ZDF ausgestrahlt. Dabei stehen die bedrohliche Faszination des Schwarzer Löcher und ihre unermesslichen Kräfte im Zentrum.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH