Er galt als engagierter Reporter deutsch-deutscher Themen: Nun ist der einstige ZDF-Journalist Werner Doyé am 26. Juli 2019 im Alter von 77 Jahren verstorben.

Der 1942 in der Eifel geborene Redakteur und Filmemacher war studierter Publizist, Politologe und Historiker. 42 Jahre lang stand er im Dienste des ZDF – von 1968 bis 2000. Große Bekanntheit erlangte er durch die Moderation und redaktionelle Leitung des "Länderspiegels" von 1978 bis 1988. Zudem entwickelte er die Sendereihen "Notizen einer Reise" und "Briefe aus der Provinz".

Von 1968 an gehörte Doyé zum ZDF-Landesstudio im damals noch geteilten Berlin, wo er rund ein Jahrzehnt lang für die Berichterstattung aus Westberlin zuständig war (von 1970 bis 1978). Anschließend wechselte er in die Hauptredaktion Innenpolitik nach Mainz. Von 1988 bis 1993 leitete er das Hamburger Landesstudio des ZDF. Daran anknüpfend hatte er bis zum Dienstende die Funktion des Chefreporters in der ZDF-Hauptredaktion Innenpolitik inne.

Der Chefredakteur des Senders, Peter Frey, würdigte die Verdienste des ehemaligen Mitarbeiters wie folgt: "Als engagierter Journalist hat sich Werner Doyé um die Berichterstattung über deutsch-deutsche Themen verdient gemacht. Und als profilierter Filmemacher setzte er mit seinen Features und Reportagen immer wieder Glanzlichter."

Werner Doyés Sohn ist ebenfalls fürs ZDF tätig und hört auf denselben Namen wie sein Vater. Der Junior dürfte den meisten Zuschauern durch die Satire-Filmreihe "Toll!" von "Frontal 21" und durch "Der satirische Jahresblick im ZDF" (seit 2004) bekannt sein. Die beliebten humoristischen Formate moderiert Werner Doyé gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Wiemers.


Quelle: teleschau – der Mediendienst