Kritik am neuen Kinofilm

Wegen Internet-Zoff: "Shazam"-Regisseur dreht keine weiteren Superhelden-Filme

21.03.2023, 11.07 Uhr

Am 16. März feierte der Superheldenstreifen "Shazam! Fury Of The Gods" sein Leinwand-Debüt. Kritiker sind wenig begeistert, doch bei vielen Fans kommt der Film trotzdem gut an. Die Zuschauerzahlen konnte das aber auch nicht rette. Regisseur David F. Sandberg möchte nun keine weiteren Superhelden-Filme mehr drehen.

Seit wenigen Tagen sorgt "Shazam! Fury Of The Gods" (Erscheinungsdatum: 16. März), der zweite Teil der Comicverfilmung über die fiktive Figur Captain Marvel aus den DC Comics, für Furore. Die Resonanz rund um den Kinostart fiel eher durchwachsen aus: Man könnte sagen, es bildeten sich zwei Lager. Während Kritiker – bei über hundert abgegebenen Reviews – die Fortsetzung zum DC-Film von 2019 mit Zachary Levi auf Websites wie "Rotten Tomatoes" durchschnittlich nur auf 55 Prozent hievten, erzielte der Film in den Fan-Reihen gute 84 Prozent.

"Ich habe auf Rotten Tomatoes gerade meinen schlechtesten Kritiker-Wert und meinen besten Publikums-Wert für denselben Film bekommen", wunderte sich Regisseur David F. Sandberg auf Twitter. "Ich war ein wenig überrascht, weil ich denke, dass das ein guter Film ist." Im selben Post kündigt der Regisseur an, keine weiteren Superhelden-Filme drehen zu wollen.

"Habe mich darauf gefreut, vom Superhelden-Diskurs im Internet loskommen"

Der Cast zeichnet sich neben Zachary Levi als Billy Batson durch Schauspielgrößen wie Asher Angel, Helen Mirren, Lucy Liu und Jack Dylan Grazer aus. Vonseiten eines Kritikers gibt es eher halbherziges Lob: "Nicht so gut wie der erste Film und die Witze verpuffen hin und wieder, aber es gibt immer noch genug Charme, Herz und Elektrizität, um einen Besuch im Kino zu rechtfertigen." Andere Experten finden deutlich harschere Worte: "Wenn ein AI-ChatBot einen Superhelden-Film schreiben würde, kann ich mir vorstellen, dass er genau wie 'Shazam! Fury Of The Gods' werden würde", schießt einer von ihnen gegen das Projekt. Der Film sei so generisch, dass er teilweise schmerzhaft anzusehen sei.

Das negative Feedback sei jedoch nicht der Grund für Sandbergs Rückzug aus der Superhelden-Liga. "Nur um das klarzustellen, ich bereue es keine Sekunde lang, die Shazam-Filme gemacht zu haben", beteuert er in einem Statement. Nach sechs Jahren "Shazam" sei er definitiv fertig mit Superhelden.

Nichtsdestotrotz blicke er mit Stolz auf diese Zeit zurück: "Ich habe so viel gelernt und durfte mit einigen wirklich tollen Leuten zusammenarbeiten". Er werde immer dankbar sein, bei zwei dieser Filme Regie geführt zu haben. "Eine Sache, auf die ich mich wirklich gefreut habe, ist, vom Superhelden-Diskurs im Internet loszukommen", nimmt der Filmemacher Bezug auf die aktuelle Debatte. "Vieles davon stresst mich so sehr, und es wird schön sein, nicht mehr darüber nachdenken zu müssen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH