Oliwia Dabrowska

"Schindlers Liste": Das Mädchen im roten Mantel hilft heute Flüchtlingen

08.04.2022, 13.01 Uhr

Sie war das Mädchen im roten Mantel: In Steven Spielbergs Holocaust-Drama "Schindlers Liste" hatte Oliwia Dabrowska einen kleinen, aber bemerkenswerten Auftritt. Nun hilft sie Geflüchteten aus der Ukraine.

Steven Spielbergs oscar-prämiertes Meisterwerk "Schindlers Liste" (1993) ist bis heute einer der eindringlichsten Filme, die über den Holocaust gedreht wurden. In der sonst in Schwarz-Weiß erzählten Geschichte über Oscar Schindler (Liam Neeson), der Tausenden Juden das Leben rettete, gibt es nur einen Farbklecks: ein kleines Mädchen im roten Mantel, das der Geschäftsmann während der Liquidierung des Krakauer Ghettos im Jahr 1943 in der Menschenmenge entdeckt.

Als Schindler sieht, wie die Kleine mit einer Schubkarre Leichen transportiert, entscheidet er sich, eine Liste seiner jüdischen Mitarbeiter zu erstellen und damit ihr Leben zu retten. Oliwia Dabrowska, die als Dreijährige das kleine Mädchen spielte, kümmert sich derzeit ebenfalls um Opfer eines Krieges: Sie hilft Geflüchteten an der polnisch-ukrainischen Grenze.

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Bereits am 9. März postete die in Krakau geborene Ex-Kinderdarstellerin auf ihrem Instagram-Account ein Bild, auf dem das einst in rot eingefärbte Mädchen in den Farben der ukrainischen Flagge, gelb und blau, zu sehen war. "Sie war einst ein Symbol der Hoffnung. Lassen wir sie das wieder sein", schrieb Dabrowska darunter.

Einige Tage später meldete sich die 32-Jährige mit einem Bild von der polnisch-ukrainischen Grenze und bat um Hilfe: "Wir brauchen Material und Geldspenden", erklärte sie, die Sitauation sei "dramatisch": "Ich bin hier als Freiwillige an der Grenze, ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen."

Seitdem berichtet Dabrowska in unregelmäßigen Abständen von ihren Erlebnissen, zuletzt zu Beginn der Woche: Sie sei nach wie vor gemeinsam mit ihrer Mutter vor Ort und helfe den Geflüchteten, schreib sie in ihrem "Update": Sie sei zwar nur "eine kleine Schraube in der Maschine", aber sehr froh, dass sie, gemeinsam mit vielen weiteren Freiwilligen, helfen könne.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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