Kritik von Hollywood-Star

Nach Netflix-Hit "The Rip": Matt Damon teilt gegen Streamingdienst aus

19.01.2026, 14.51 Uhr
Matt Damon äußert trotz des Erfolgs von "The Rip" auf Netflix Kritik an den Produktionsmethoden des Streaming-Giganten.
Matt Damon
Mit "The Rip" hat Matt Damon einen echten Netflix-Hit gelandet.  Fotoquelle: 2026 Getty Images/Roy Rochlin

"The Rip" darf als eines der ersten Highlights des Filmjahres 2026 gelten: Für Kritiker ist der Actionthriller einer der "besten Action-Filme der 2020er-Jahre", in den Netflix-Charts stürmte der Streifen von Joe Carnahan schnell an die Spitze. Trotzdem äußerte einer der Hauptdarsteller des Films nun seinen Unmut über die Art und Weise, wie Netflix bei der Filmproduktion vorgeht. Dabei handelt sich um niemand geringeren als "Jason Bourne"-Darsteller und Oscar-Preisträger Matt Damon.

Gemeinsam mit Co-Star Ben Affleck war der 55-Jährige in einer Episode des Podcasts von Joe Rogan zu Gast. Dabei kam er auch auf die Forderungen zu sprechen, die Netflix gegenüber den Filmemacherinnen und -machern stellt, die Content für den Streaminganbieter kreieren. Diese wirken sich nach Ansicht Damons negativ auf die Qualität der Filme und Serien an, die von der Firma produziert werden.

Der Erfolg von "Adolescence" gibt Matt Damon Hoffnung

So müsse die Handlung im Laufe eines Films "drei- bis viermal im Dialog wiederholt" werden. Der Grund: Wer einen Film auf dem heimischen Sofa via Netflix streamt, greift währenddessen mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Handy als es Kinobesucherinnen und -besucher tun. Die ständigen Wiederholungen sollen dafür sorgen, dass diese Zuschauerinnen und Zuschauer trotz ihrer wandernden Aufmerksamkeit nicht verpassen, worum es geht. "Das wird sich immer mehr darauf auswirken, wie wir Geschichten erzählen", prophezeite der Schauspielstar.

Eine weitere Änderung betrifft direkt das Action-Genre. Während Filmstudios früher auf einen großen Knall gegen Ende eines Filmes bestanden, fordere Netflix zusätzlich bereits spektakuläre Action innerhalb der ersten fünf Minuten der Spielzeit. So soll versichert werden, dass Userinnen und User gleich zu Beginn überzeugt werden, den Film weiterzuschauen – statt ihn einfach wegzuklicken und sich auf die Suche nach einem anderen Titel zu machen.



Dass es auch anders geht, sieht Damon im Erfolg der ebenfalls von Netflix produzierten Mini-Serie "Adolescence" bestätigt. Diese beinhalte kaum erklärende Dialoge und sei langsam und subtil erzählt. Die Serie habe die im Streaminggeschäft üblichen Anforderungen "nicht mitgemacht – und ist fantastisch". "Adolescence" entwickelte sich zum Publikumsliebling. Bei den Golden Globe Awards räumte sie vier Awards ab.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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