"I, Robot": Kritik zum Science-Fiction-Klassiker mit Will Smith auf VOX
Roboter, die den Müll runterbringen, die Steuererklärung erledigen und die Rosen zum Hochzeitstag organisieren: Der Autor Isaac Asimov spielte gerne mit solchen Szenarien und schrieb sie fort. Denn die Maschinenmenschen, die sich eigentlich einem klaren Regelwerk zu unterwerfen haben, machen sich auf einmal selbstständig. In der bei VOX nun wiederholten Kinoversion "I, Robot" (2004) von Regisseur Alex Proyas treffen sie jedoch auf einen Helden, der sich der gefährlichen, kalten Technik mit aller Macht entgegenstellt.
Immer wieder wurden die Roboter in der Filmgeschichte dämonisiert, während die Realität sie schon seit Jahren in der Rolle des praktischen Helfers sieht. Dass Asimov in seinen Erzählungen eben auch von dieser zunächst positiven Entwicklung ausgeht, macht seine Fantasie ebenso interessant wie relevant, auch über 20 Jahre später noch – der 1992 verstorbene Schriftsteller hätte die moderne Künstliche Intelligenz gewiss als sehr inspirierend empfunden.
"I, Robot" beschreibt zunächst in einfachen, aber faszinierenden Szenen die Grundsituation im Jahr 2035. Die Roboter sind hier eine Selbstverständlichkeit: Sie gehen mal eben mit dem Hund Gassi, betätigen sich als Müllfahrer oder holen schnell noch die Tasche, die vor dem Einkaufen zu Hause vergessen wurde. Detective Del Spooner (Will Smith) kann sich mit alldem allerdings nicht anfreunden. Er, so scheint es, glaubt von Anfang an nicht daran, dass die Menschheit die Kontrolle über die Maschinen behalten können würde. Und natürlich liegt er mit dieser Vermutung richtig.
Futuristischer Krimi mit viel Actin
Spooner wird zu einem vermeintlichen Selbstmord gerufen. Der Wissenschaftler Dr. Alex Lanning (James Cromwell), wissenschaftliches Genie der Firma U.S.S. Robotics, ist ums Leben gekommen. Spooner hat Zweifel an der Suizidtheorie, steht doch das Unternehmen vor einem äußerst bedeutsamen Schritt. Die Zahl der Roboter soll verdreifacht werden, ein neues Modell namens NS-5 kommt auf den Markt. Mit ihm könnte U.S.S. Robotics seine Macht ausbauen. Da kann es doch gut sein, dass eventuelle Fehlprogrammierungen unter den Tisch gekehrt werden, um den Erfolg nicht zu gefährden.
"I, Robot" ist trotz aller visuellen Spielereien in erster Linie ein futuristischer Krimi, angereichert durch eine Vielzahl von Actionsequenzen. Einige spektakuläre Verfolgungsjagden stehen hier im Mittelpunkt. Unterstützung bei den Ermittlungen findet Spooner durch die Roboter-Psychologin Dr. Susan Calvin (Bridget Moynahan), deren Funktion allerdings die meiste Zeit darauf beschränkt ist, die pessimistischen Thesen Spooners zu hinterfragen, um schließlich an seiner Seite gegen das drohende Unheil anzutreten.
I, Robot – Do. 02.07. – VOX: 20.15 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH