Bjarne Henriksen

Seit "Kommissarin Lund - Das Verbrechen" auch in
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Seit "Kommissarin Lund - Das Verbrechen" auch in Deutschland ein bekanntes Gesicht: Bjarne Henriksen
Bjarne Henriksen
Geboren: 18.01.1959 in Såderup, Fünen, Dänemark
Sternzeichen: Steinbock

Dem dänischen Publikum ist der Darsteller schon lange ein Begriff, in Deutschland war er viele Jahre nur wenigen passionierten Kinogängern bekannt. Erst in der Rolle des Theis Birk Larsen, der zehn Folgen lang in "Kommissarin Lund - Das Verbrechen" (2008) den Mörder seiner Tochter suchte und diesen in der Schlussfolge in Eigenjustiz richtete, spielte sich Bjarne Henriksen auch in das Gedächtnis des deutschen TV-Publikums. Der aus Fünen stammende Schauspieler wirkt immer ein bisschen bärig-gemütlich. So gemütlich, dass er schon mal den Termin einer Premiere verschlafen hat. Nicht als gelangweilter Theatergänger, der fest davon überzeugt ist, dass Konzert- und Theaterschlaf am erholsamsten ist, sondern als Schauspieler, der eigentlich auf der Bühne hätte stehen müssen. Wie das Problem im Detail gelöst werden konnte, ist nicht bekannt, irgendwie hat er es aber noch auf die Bühne geschafft und konnte das Publikum - wie gewohnt - begeistern.

Seine berufliche Laufbahn begann Bjarne Henriksen, Sohn eines Maurermeisters und einer Reinigungskraft, in dem gleichen Beruf, den schon sein Vater ausübte. Doch schon bald verzichtete er auf die Sicherheit, die das Handwerk hat, und ging auf Reisen. Nach seiner Rückkehr schrieb sich Bjarne Henriksen an der Staatlichen Theaterschule in Kopenhagen ein, die er von 1986-1990 besuchte. Im Anschluss arbeitete an verschiedenen dänischen Theatern. Auf der Bühne wirkte er unter anderem in "Lulu", "Die Massenmörderin und ihre Freunde", "Snart kommer tiden" und "Snack" mit - und neben Ghita Nørby in "Min familie', das Stück dessen Premiere er fast "verschlafen" hätte. Recht schnell fand Bjarne Henriksen auch den Weg vor die Kamera. Schon bald wurde er zu einem der prominentesten Darsteller im dänischen Kino. Gleichzeitig spielte er auch in Fernsehproduktionen, darunter Episodenrollen in einigen sehr beliebten dänischen Serien wie "Hjerteflimmer", Taxa" (beide 1998), "Rederiet" (2001), "Nikolaj og Julie" (2003), "Unit One - Die Spezialisten" und "Krøniken" (beide 2004), sowie eine durchgehende Nebenrolle als Chefkoch in "Hotellet" (2000-2002).

Ab Mitte der Neunzigerjahre sah man Bjarne Henriksen auch in dänischen Kinoproduktionen, wie zum Beispiel in Niels Arden Oplevs "Portland", in Thomas Vinterbergs Spielfilmdebüt "Zwei Helden" (beide 1996), sowie in Jonas Helmers "Let's Get Lost" und Ole Christian Madsens "Sinans bryllup" (beide 1997). Internationale Bekanntheit erlangte der tapsige Hüne in dem Dogma-Film "Das Fest" (1998). Das unkonventionell inszenierte Familiendrama entfaltet durch die Darstellung des persönliche Schicksals der Hauptfigur Christian (gespielt von Ulrich Thomsen) ein böses Gesellschaftsbild, dass traute Familienseligkeit auf derbe Weise entlarvt. In Cannes wurde die packende Story mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. 2000 arbeitete Bjarne Henriksen erneut mit Vinterberg zusammen. Für das Neujahrsprojekt "D-Dag" der Dogma-Regisseure - neben Vinterberg auch Søren Kragh-Jacobsen, Kristian Levring und Lars von Trier - stand er ebenfalls vor der Kamera. Der Fernseh-Vierteiler - jeder der Dogma-Regisseure inszenierte eine Folge - behandelt einen Banküberfall, der von vier Freunden (Boris, Niels-Henning, Carl und Lise) geplant und durchgeführt wird. Dabei steht jedes Mal ein anderer Bankräuber im Mittelpunkt, aus dessen Perspektive das Geschehen gezeigt wird. Ein groß angelegtes Projekt nach strengen Dogma-Regeln. 2001 folgte mit "D-dag - Den færdige film" ein Zusammenschnitt der Folgen in Filmlänge.

Bjarne Henriksens Popularität in Dänemark gründet sich unter anderem auch auf seine Rolle in der beliebten Krimiserie "Edderkoppen" (2000). Unter der Regie von Ole Christian Madsen spielte er in den erfolgreichen Mehrteiler den Automobilhändler Sven Aage Hjalmer. Zwielichtige Rollen scheinen ihm auf den Leib geschneidert zu sein, aber auch als Handwerker oder Koch macht er eine gute Figur. In "Fruen på Hamre" (2000) schließlich verkörperte er einen versoffenen Alkoholiker - nicht das erste und auch nicht das letzte Mal, dass er in die Rolle eines richtigen Fieslings schlüpft. Für die glaubhafte Darstellung erhielt er eine "Robert"-Nominierung. Aber auch der gutmütige Kerl von nebenan wird überzeugend von ihm gespielt, wie in der Komödie "Slip hestene løs". Außerdem stand der vielbeschäftigte Darsteller für "På fremmed mark", "Sidste brev fra Stalingrad" und "Dykkerne" (alle 2000) vor der Kamera. 2001 folgten "Woyzecks sidste symfoni", "Meningen med Flemming", "Postkort fra Mars" (Sprecher) und "Monas verden", eine hochkarätig besetzte Komödie rund um das chaotische Leben der frustrierte Mona, gespielt von Sidse Babett Knudsen. In dem preisgekrönten Thriller "Königspatience - Intrige im Parlament" sieht man ihn 2004 ebenso wie in der Komödie "Träumer schießen keine Tore". Hier mimt er einen diktatorischen Jugend-Fußballtrainer, der nicht nur den Hass seiner Jugend-Elf auf sich zieht, sondern auch mit den erbosten Eltern aneinandergerät.

Mit "Liebe süßsauer" gelang Bjarne Henriksen 2005 erneut ein Publikums- und Kritikererfolg. Die Rolle des Keld, der nach 25-jähriger Ehe von seiner Frau verlassen wird und der sich pro forma mit der Schwester des Besitzers seines Lieblingschinarestaurants verheiratet, brachte ihm unter anderem den Preis der FIPRESCI auf dem Filmfestival in Karlovy Vary und Nominierungen für die wichtigsten dänischen Filmpreise den "Robert" und den "Bodil" ein. Im gleichen Jahr sah man ihn in dem schwedischen Mehrteiler "Codename: Medizinmann" an der Seite von Mikael Persbrandt. Nach seinem Ausflug in die rührend-romantische Ecke als Scheinehemann einer jungen Chinesin kehrte er in der vierteiligen Kriminalgeschichte rund um ein Pharmaunternehmen wieder einmal in die Rolle des brutalen Kriminellen zurück, während er in der schwedisch-deutschen Produktion "Irene Huss, Kripo Göteborg - Der tätowierte Torso" (2007) als dänischer Polizist in Erscheinung tritt und der Kommissarin aus Göteborg bei ihren Ermittlungen in Kopenhagen hilfreich zur Seite steht. 2009 mimt er den schwedischen Stummfilm-Kameramann Carl-Axel Söderström in dem von Erica von Moeller in Szene gesetzten Dokudrama "Fräulein Stinnes fährt um die Welt". Dank seiner guten Darstellung und der seiner Kollegin Sandra Hüller, die in die Rolle der burschikose Industriellentochter Clärenore Stinnes schlüpfte, kommt der Film trotz TV-mäßiger Umsetzung relativ gut rüber.

Weitere Filme und Serien mit Bjarne Henriksen: "Guitarracisten" (1990), "Hjerter i slør" (1992), "Anton", "Ondt blod" (beide 1996), "Den sidste viking" (1997), "Wenn Mama nach Hause kommt...", "Motello", "Brødrene Mortensens jul" (TV-Serie), "Deep Water - Im Sog der Angst" (alle 1998), "Det sublime", "Den bedste af alle verdener", "Seth", "Besessen", "Pizza King" (alle 1999), "Arsenik og gamle kniplinger", "Plan B" (TV-Serie, beide 2002), "Møgunger" (2003), "Torremolinos 73", "Billy Boy 900: Vampyrkysset" (Sprecher), "Simon" (alle 2004), "Lotto", "Kunsten at græde i kor" (beide 2006), "Hjemve", "Paragraf 15", "Island" (alle 2007), "Wen du fürchtest", "En enkelt til Korsør", "DeUsynlige" (alle 2008), "Mørk & Jul" (TV-Serie, 2009), "Der Verdacht" (2010).

Foto: ZDF/Tine Harden


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