Karsten sitzt zum wiederholten Mal im Gefängnis, diesmal wegen eines Banküberfalls. Die kurzen Hafturlaube verbringt er damit, sich in der zugemüllten Wohnung seines Freundes Peter zu betrinken. Hier eröffnet ihm Lisbeth, eine Bekannte von früher, dass er der Vater ihrer Tochter Louise sei. Die Begegnung mit der Elfjährigen weckt unbekannte Vatergefühle in Karsten. Er merkt, dass das Mädchen ihn braucht, weil sie das Leben mit ihrem Stiefvater Allan, der ausgerechnet Polizist ist, nicht mehr aushält. Und weil Karsten Louise versprochen hat, mit ihr wegzufahren, flüchtet er aus dem Polizeiwagen, der ihn zurück in den Knast bringen soll. Mit Peter und Louise bricht er nach Schweden auf. Die beiden Männer, sonst immer die Verlierer , genießen es, für Louise Helden zu sein. Ihre ausgelassene Stimmung verdüstert sich allerdings, als sie bemerken, dass Allan ihnen auf den Fersen ist...

Thomas Vinterberg, Mitinitiator des dänischen "Dogma '95"-Manifestes, drehte 1996 mit "Zwei Helden" seinen ersten Spielfilm. 1998 gelang ihm mit dem Familiendrama "Das Fest" der internationale Durchbruch. Das Road-Movie "Zwei Helden" erzählt die Geschichte zweier Verlierertypen, die gemeinsam alles aufs Spiel setzen. Der Film überzeugt vor allem durch die Zeichnung dieser beiden Menschen am Rande der Gesellschaft. Der Film wendet bereits die "Dogma"-Prinzipien an. Er wurde mit beweglicher Handkamera, direkt aufgenommenem Ton und ohne Kunstlicht hergestellt. Beim dänischen Filmfestival Robert 1997 wurden die Schauspieler Thomas Bo Larsen und Ulrich Thomsen für ihre Leistungen in "Zwei Helden" ausgezeichnet, außerdem Nikolaj Egelund für die Musik zum Film.