Aladdin
Spielfilm, Abenteuerfilm • 27.11.2021 • 20:15 - 22:55
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Aladdin (Mena Massoud, links) bekommt von Dschinni (Will Smith) erläutert, wie das mit den Wünschen so funktioniert.
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Will Smith gibt in "Aladdin" den blauen Dschinni.
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Mena Massoud hat in "Aladdin" seine bislang größte Rolle.
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Naomi Scott gibt in "Aladdin" die mutige Prinzessin Jasmin.
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Zauberer Dschafar (Marwan Kenzari) will an die Macht.
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Aladdin (Mena Massoud, links) ist vom Dschinni (Will Smith) zum Prinzen gemacht worden.
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Romantischer Orient: Mena Massoud und Naomi Scott spielen Aladdin und Jasmin.
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Originaltitel
Aladdin
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2019
Altersfreigabe
6+
Kinostart
Do., 23. Mai 2019
Spielfilm, Abenteuerfilm

Wünsch dir was – diesmal in echt

Von Maximilian Haase

"Aladdin" feiert ein Comeback: Disney belebt seinen Zeichentrick-Klassiker als Realfilm neu. Und das klappt ziemlich gut.

Dürfen die das? Eine Frage, die sich angesichts der Remake-Freudigkeit der großen Hollywood-Studios immer öfter stellt. Es ist natürlich eine hypothetische Frage: Kaum etwas verspricht mehr Einnahmen als die Adaptionen beliebter Klassiker wie "King Kong" oder "Es". Ganz vorne im Neuauflagen-Rennen bewegt sich seit einigen Jahren Disney: Nach 27 Jahre nach dem riesigen Erfolg der Zeichentrickversion von "Aladdin" feierte das populäre Märchen aus Tausendundeiner Nacht 2019 ein farbenprächtiges und atemlos inszeniertes Kino-Comeback. Nun zeigt SAT.1 den Film erstmals im Free-TV.

Während die Nachwuchstalente Mena Massoud und Naomi Scott als Aladdin und Prinzessin Jasmin auf reizende Weise überzeugen, stiehlt Hollywood-Star Will Smith als CGI-animierten Dschinni aus der Wunderlampe allen die Show. Inszeniert wird das Spektakel von keinem Geringeren als Guy Ritchie ("Sherlock Holmes"), der trotz orientalischer Märchen- und Liebes-Story seinen Action-Wurzeln treu bleibt.

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Starke Prinzessin

Die Grundgeschichte, aus der berühmten Märchensammlung schon seit Generationen bekannt, lässt Ritchie nahezu unangerührt: Aladdin, der junge Bettler und Dieb, kämpft sich im fiktiven Sultanat Agrabah samt seinem Äffchen mehr schlecht als recht durchs Leben. Eines Tages begegnet er einer jungen Frau, in die er sich verliebt – dass es sich dabei um die vorgeblich zurückgezogen lebende Prinzessin Jasmin handelt, wird ihm erst später klar. Deren Herz will der junge Mann schließlich mithilfe des Dschinni erobern, einem blauen Flaschengeist, der einer Wunderlampe entsteigt und Aladdin drei Wünsche gewährt. Wäre da nicht der böse Zauberer Dschafar (Marwan Kenzari), der die Lampe samt Dschinn als sein Eigentum betrachtet.

Getanzt und gesungen wird, wie im Trickfilm, ebenfalls wieder ausgiebig: Mit dem legendären Alan Menken konnte Disney jenen Komponisten für den Soundtrack gewinnen, der schon die Songs des Originals schrieb. Neben pompös gestalteten Neuauflagen bekannter "Aladdin"-Klassiker wie "Arabian Nights" und "A Whole New World" fügte Menken dem Realfilm mit "Speechless" ein neues Stück für Jasmin hinzu, das ihren im Remake durchaus stärkeren, feministisch überarbeiteten Charakter besser ausdifferenzieren soll. Während Massoud, Scott und selbstverständlich auch Smith in den Sing- und Tanzeinlagen stimmlich und physisch alles geben, bleibt der Musical-Part des Films seltsam abgetrennt. Die bisweilen schmalzigen Pop-Einlagen wollen nicht recht zu Ritchies "Aladdin"-Version passen.

Das Erbe von Robin Williams

Und doch stimmt das Gesamtpaket, das mit sanften Veränderungen und Treue zum Original liebevoll umgesetzt wurde: Von der faszinierenden Wuseligkeit des detailreich in Szene gesetzten Agrabah über die rastlos-bombastischen Action- und Stunteinlagen bis hin zum perfekt sitzenden selbstironischen Humor Will Smith' als Dschinni liefert "Aladdin" grandios unterhaltendes Popcorn-Kino, wie es im Buche steht.

Tatsächlich wurde mit Smith ein Darsteller gefunden, der das Erbe des 2014 verstorbenen Robin Williams, der Originalstimme des Trickfilm-Dschinns, anzutreten imstande ist. Kritische Stimmen mögen die westlich-klischeehafte Darstellung des Orients in "Aladdin" bemängeln. Dem sei erstens entgegnet, dass es sich um ein Märchen handelt. Und zweitens, mit den Worten von Hauptdarsteller Mena Massoud: "Der Nahe und Mittlere Osten wurden so lange negativ dargestellt – sie werden mit jeder Form eines positiveren Images zufrieden sein."

Aladdin – Sa. 27.11. – SAT.1: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Der Trailer zu "Aladdin"

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