Arlington Road
28.03.2026 • 00:50 - 02:40 Uhr
Spielfilm, Mysterythriller
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Für den misstrauisch gewordenen Michael Faraday (Jeff Bridges) wird das Beschatten seines Nachbarn Oliver Lang zur Obsession. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.
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Michael Faraday (Jeff Bridges, li.), der seit dem Tod seiner Frau ein zurückgezogenes Leben führt, freundet sich mit seinem Nachbarn Oliver Lang (Tim Robbins, re.) an. Doch einige Ungereimtheiten machen Michael misstrauisch.
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 Michael Faraday (Jeff Bridges)
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Tim Robbins, Joan Cusack
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Originaltitel
Arlington Road
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
1999
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Do., 01. April 1999
Spielfilm, Mysterythriller

Arlington Road

Oliver Lang hat eine Frau und drei Kinder, ein Haus und einen Minivan, also alles, was einen Durchschnittsamerikaner ausmacht. Und dennoch: Etwas scheint mit dieser Familie nicht zu stimmen. Das denkt sich jedenfalls der Nachbar Michael Faraday. Faradays Recherchen ergeben: Lang ist wegen eines Bombenattentats schon einmal rechtskräftig verurteilt worden und hat seinen Namen erst vor einigen Jahren angenommen. Packender Psychothriller mit Tim Robbins, Jeff Bridges und Joan Cusack. Nachdem seiner Frau bei einem FBI-Einsatz stirbt, lebt Professor Michael Faraday ein zurückgezogenes Leben. Erst die Begegnung mit seinen neuen Nachbarn reißt ihn aus der Lethargie: Der charismatische Oliver Lang scheint etwas zu verbergen. Als Faraday beginnt, Unstimmigkeiten zu sammeln, verdichten sich seine Zweifel zu einer beunruhigenden Theorie über inländischen Terrorismus. Je tiefer er gräbt, desto stärker isoliert er sich - beruflich wie privat. Fakten werden zu Indizien, Zufälle zu Beweisen. "Arlington Road" entfaltet sich als beklemmender Thriller über das fragile Verhältnis von Sicherheit und Freiheit und stellt die unbequeme Frage, wie leicht Angst instrumentalisiert werden kann. Der Film lebt von seiner konsequenten Zuspitzung und einem Finale, das jede Gewissheit zerstört. Regisseur Mark Pellington setzt auf eine nüchterne Inszenierung, die den Zuschauer permanent in Unsicherheit hält. Besonders bemerkenswert ist die Perspektive: Erzählt wird nicht aus Sicht der Täter oder der Behörden, sondern aus der eines Mannes, dessen Bedürfnis nach Sinn und Kontrolle ihn zunehmend angreifbar macht. Dadurch wirkt "Arlington Road" erschreckend aktuell - als Studie über Radikalisierung, Manipulation und die Gefährlichkeit vermeintlicher Gewissheiten.

Darsteller

Hervorragender Drehbuchautor und Regisseur: Tim Robbins.
Tim Robbins
Cool, cooler, Jeff Bridges
Jeff Bridges
Joan Cusack trägt ein braunes Shirt und lächelt.
Joan Cusack
Gab ihr Filmdebüt schon 1990: Hope Davis.
Hope Davis

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