Bertolt Brecht - Flüchtlingsgespräche
30.01.2026 • 02:25 - 03:20 Uhr
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Während die deutsche Wehrmacht immer näher rückt, wartet Brecht in Finnland ein Jahr lang auf sein US-amerikanisches Visum – wissend, dass sein Überleben von diesem einen Stück Papier abhängt.
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Was bedeuten Flucht und Vertreibung persönlich für die Betroffenen? Das hat der deutsche Dichter und Theatermacher Bertolt Brecht beschrieben.
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Wie einst Berthold Brecht warten auch heute noch Millionen von Geflüchteten jahrelang auf die nötigen Papiere, um im anderen Land eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.
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Originaltitel
Bertolt Brecht - Flüchtlingsgespräche
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
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Bertolt Brecht - Flüchtlingsgespräche

Jeder Mensch kann seine Heimat verlieren. Zu jeder Zeit und überall auf der Welt. Jeder kann vertrieben werden und gezwungen sein, in einem fremden Land Zuflucht zu suchen. Für Millionen von Menschen ist das die einzige Möglichkeit, zu überleben. Vor mehr als 80 Jahren waren es Hunderttausende, die sich unter Lebensgefahr aus Deutschland retten mussten. Der deutsche Dichter und Theatermacher Bertolt Brecht war einer von ihnen. Er floh vor Adolf Hitler und den Nationalsozialisten durch zahlreiche Länder. Was folgte, war das abrupte Ende einer vielversprechenden Karriere - und eine ständige Konfrontation mit fremden Sprachen und Ländern, in denen der staatenlose Flüchtling nicht willkommen war. Die besondere Daseinsform des Exils und seine persönlichen Gedanken beschreibt Brecht auf seine unvergleichlich humorvolle Weise in den "Flüchtlingsgesprächen" - einem autobiografischen Schlüsselwerk in Dialogform, das er im Winter 1940/41 in Helsinki begann, in der wohl tiefsten Krise seines Exils. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich bereits seit acht Jahren auf der Flucht - und es sollten noch sieben weitere folgen. Die Reise führte ihn von Frankreich über Dänemark, Schweden und Finnland, durch die Sowjetunion bis in die USA. Entlang dieser Stationen fragen namhafte Theatermacherinnen und -macher sowie Autorinnen und Autoren - darunter Can Dündar, Jürgen Kuttner, Shermin Langhoff, Éric Ruf und Katharina Thalbach -, inwiefern Brecht das Erleben von Fremdheit und Exil auch künstlerisch für sich nutzbar machte. Die Dokumentation ist eine bewegende Zeitreise, die direkt in unsere Gegenwart führt.

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