Die Sünderin
28.12.2025 • 22:00 - 23:25 Uhr
Spielfilm, Melodram
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Marina (Hildegard Knef) entdeckt, dass Alexander (Gustav Fröhlich) sich bei einem Werk vermalt hat, ohne es zu bemerken - eine Auswirkung von Alexanders Hirntumor.
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Die schöne Marina (Hildegard Knef) wird zur Muse des Malers Alexander (Gustav Fröhlich).
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Verzweifelt erkennt Marina (Hildegard Knef) in einer Bar in München, dass der einzig verbliebene Kavalier (Andreas Wolf) genau jener Hirnchirurg ist, der vielleicht Alexanders Leben retten kann.
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rbb Fernsehen DIE SÜNDERIN, Spielfilm Deutschland 1951, am Samstag (28.01.12) um 23:45 Uhr.
Hildegard Knef in der Rolle der Marina
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Originaltitel
Minne, l'ingénue libertine
Produktionsland
D
Produktionsdatum
1951
Altersfreigabe
12+
DVD-Start
Do., 15. Oktober 2009
Spielfilm, Melodram

Die Sünderin

In den frühen Nachkriegsjahren wird Marina, außergewöhnlich schön und verführerisch, aus menschlich unglücklichen und politisch ehemals gefährdeten bürgerlichen Verhältnissen zur Prostituierten. Sie lernt in einem Nachtclub den heruntergekommenen Maler Alexander kennen und verliebt sich ernsthaft in ihn - er wird die "große Liebe ihres Lebens". Leider ist der Geliebte schwerkrank, ein Tumor wuchert in seinem Gehirn. Um Geld für eine extrem kostspielige Operation zusammenzubekommen, die ihn vielleicht retten könnte, geht Marina wieder ihrem einstigen Gewerbe nach. Alexander wird in Wien operiert, seine Kopfschmerzen lassen zwar nach, jedoch wissen Marina und der Arzt, dass dies nur eine vorübergehende Linderung der Schmerzen bedeutet und keine Heilung. Weil sie ihn nicht mehr leiden sehen will, erspart sie ihm die letzten Qualen und bringt ihn mit Schlaftabletten um. Marina folgt dem Geliebten freiwillig in den Tod. Der Skandalfilm der 1950er Jahre mit Hildegard Knef und Gustav Fröhlich in den Hauptrollen. Ursprünglich wollte Regisseur Willi Forst in Marina eine moderne, sündige Maria Magdalena Geschichte inszenieren, verzichtete aber auf Anraten aus kirchlichen Kreisen auf diesen religiösen Bezug. Ein Tabubruch wurde der Film allemal mit seiner Thematik der Sterbehilfe. Der Doppelselbstmord und eine aus heutiger Sicht mehr als harmlose Nacktszene der Knef machten den Film damals zum großen skandalumwitterten Kassenschlager in den Kinos. Das rbb Fernsehen sendet die Spielfilme "Die Sünderin" und "Alraune" zu Ehren von Hildegard Knef. Am 28. Dezember 2025 wäre die Schauspielerin, Sängerin und Autorin 100. Jahre alt geworden. Hildegard Knef (1925 - 2002) war einer der ganz großen Stars des deutschen Nachkriegskinos. Bereits 1944 übernahm sie Nebenrollen wie in Helmut Käutners Klassiker "Unter den Brücken". Ihr Aufstieg begann mit der ersten deutschen Nachkriegsproduktion, dem Trümmerfilm "Die Mörder sind unter uns" (1946) von Wolfgang Staudte. Spätestens mit Rudolf Jugerts Drama "Film ohne Titel" avancierte Knef zum Nachkriegsstar und Publikumsliebling. Für ihre Leistung wurde sie 1948 auf dem Filmfestival in Locarno als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Ihr Stil der kühlen, klaren und etwas melancholischen Frau machte sie unverwechselbar. Ihr Melodram "Die Sünderin" (Regie: Willi Forst) sorgte 1950 für einen bundesweiten Skandal. Nicht nur die darin behandelten Themen wie Prostitution und Suizid, sondern eine kurze Einstellung, in der Knef nackt zu sehen ist, brachten die Moralapostel auf die Barrikaden. Der Film wurde ein Kassenschlager. Aber als untragbare Schauspielerin in Deutschland verschrien, begab sich Knef ein weiteres Mal in die USA, diesmal erfolgreicher als bei ihrem ersten Aufenthalt. 1955 eroberte sie als bisher einzige deutschsprachige Schauspielerin in einer Hauptrolle den Broadway mit Cole Potters Inszenierung "Silk Stockings". Sie drehte zusammen mit Gregory Peck und Ava Gardner "Schnee am Kilimandscharo" (1952) oder mit Regisseur Anatole Litvak "Entscheidung vor Morgengrauen" (1951). Ende der 50er Jahre führte sie in Deutschland ihre Karriere erfolgreich fort. Aus Hildegard Knef wurde "die Knef". Für Josef von Bákys "Der Mann, der sich verkaufte" (1959) gewann sie den Bundesfilmpreise in Silber. Mit ihrer rauchigen Stimme startete sie ab den 1960ern eine zweite Karriere als Chanson-Sängerin. Die Titel "Für mich soll's rote Rosen regnen" und "Von nun an ging's bergab" setzten neue Standards in der deutschsprachigen Musikbranche. Ihre 1970 erschienen Autobiografie "Der geschenkte Gaul" wurde ein Weltbestseller. Hildegard Knef lebte Emanzipation in einer Zeit lange vor dem Feminismus und verkörperte ein neues, modernes Frauenbild. Mit ihrer Kunst und einer guten Mischung aus Glamour, Intellekt und Berliner Schnauze prägte sie den Zeitgeist mehrerer Jahrzehnte.

Darsteller

Hildegard Knef
Weitere Darsteller
Danièle Delorme Jean Tissier Frank Villard Yolande Laffon Claude Nicot Roland Armontel Charles Lemontier Simone Paris Lucien Guervil Pamela Wilde Mag-Avril  Alexa  Marcel Mérovée Sylvain  Charles Bayard Charlotte Clasis Jean Guélis Pauline Carton Palmyre Levasseur Georgette Tissier

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