Femme
10.04.2026 • 01:15 - 02:45 Uhr
Spielfilm, Thriller
Lesermeinung
Toby (John McCrea) hegt insgeheim Gefühle für seinen Mitbewohner und Freund Jules.
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In einer Schwulensauna trifft Jules (Nathan Stewart-Jarrett) unerwartet Preston wieder, der ihn wenige Monate zuvor brutal und aus homophoben Gründen zusammengeschlagen hat.
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Preston (George MacKay, l.) macht bei seinem ersten Date mit Jules (Nathan Stewart-Jarrett, r.) auf dicke Hose.
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Nach einer Nacht bei Jules lernt Preston (George MacKay, l.) dessen Mitbewohnerin Alicia (Asha Reid, M.) und Mitbewohner Toby (John McCrea, r.)kennen.
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Originaltitel
Femme
Produktionsland
GB
Produktionsdatum
2023
Altersfreigabe
16+
Spielfilm, Thriller

Femme

Der Dragkünstler Jules wird Opfer einer homophoben Attacke des insgeheim schwulen Preston. Als Jules Preston unerkannt wieder begegnet, beginnt er ihn zu daten. Sein Ziel: Er will ihn outen. Um ein verstecktes Sexvideo aufzunehmen, geht Jules ein hohes Risiko ein. Als sich Preston unerwartet in ihn verliebt, geraten auch Jules' Rachegefühle ins Wanken. Zwischen Vergebung und Vergeltung entscheidet sich Jules verhängnisvoll für eine Flucht nach vorne. Der Dragkünstler Jules alias Aphrodite Banks (Nathan Stewart-Jarrett) stellt den vorbestraften Preston (George MacKay) nach einer homophoben Beleidigung vor seinen Freunden bloß und wird von diesem daraufhin brutal zusammengeschlagen. Als Jules seinen Angreifer drei Monate später zufällig in einer Schwulensauna wiedersieht, schmiedet er einen Racheplan und beginnt Preston zu daten, der Jules ohne sein Kostüm nicht wiedererkennt. Jules plant durch versteckte Sexaufnahmen ein Zwangsouting von Preston im Internet, doch sein riskantes Vorhaben wird immer wieder durch Prestons allgegenwärtige Clique um seinen kleinkriminellen Mitbewohner Oz (Aaron Heffernan) behindert. Zwischen Jules und Preston entwickelt sich eine heimliche Liebesbeziehung, in der Jules immer mehr die Kontrolle übernimmt. Als angeblicher Ex-Zellengenosse von Preston sucht Jules dabei auch den Kontakt zu dessen privatem Umfeld. Prestons ehrliche Gefühle für ihn lassen auch Jules nicht kalt, der Gewissensbisse wegen seines Rachevorhabens bekommt und Preston seiner bunten Dreier-WG um Alicia (Asha Reid) und den insgeheim eifersüchtigen Toby (John McCrea) vorstellt. Kurzentschlossen und innerlich zerrissen entscheidet sich Jules anlässlich eines Comebacks als Aphrodite Banks, Preston anders als geplant an den Pranger zu stellen, doch die Situation eskaliert. Das mit einer Erotikthriller-Spannung aufgezogene, queere Love-and-Revenge-Drama "Femme" erntete nach seiner Premiere bei der Berlinale weltweit Aufmerksamkeit bei Festivals und Preisverleihungen, wobei besonders die schauspielerischen Leistungen von Nathan Stewart-Jarrett ("Misfits") und dem aufstrebenden Hollywoodstar George MacKay ("1917", "Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück", "München - Im Angesicht des Krieges") honoriert wurden, die unter anderem eine gemeinsame Auszeichnung bei den British Independent Film Awards 2023 erhielten. Eine Besonderheit des Films stellt die schonungslos ambivalente Zeichnung der beiden Hauptfiguren dar, die von Täuschung und Selbsttäuschung geprägt ist. Gerade bei ihrem queeren Protagonisten Jules wollte das homosexuelle Regieduo Sam H. Freeman und Ng Choon Ping hierbei auch bewusst mit Klischees brechen. "Femme" basiert lose auf dem gleichnamigen, preisgekrönten Kurzfilm von Freeman und Ping, der mit Paapa Essiedu ("Men", "Gangs of London") und Harris Dickinson ("Triangle of Sadness", "Babygirl") bereits namhaft besetzt war.

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