James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug
Spielfilm, Agentenfilm • 27.11.2021 • 20:15 - 22:55
Lesermeinung
Doch nicht die Unschuld vom Lande: Die Millionenerbin Elektra (Sophie Marceau) genießt es, James Bond in ihrer Gewalt zu haben.
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Hauptsache, es kracht: Keine noch so große Explosion kann einen Mann wie James Bond (Pierce Brosnan) aus der Spur werfen.
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James Bond (Pierce Brosnan) muss verhindern, dass in einer Ölpipeline eine Atombombe gezündet wird.
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Endlich ist es James Bond (Pierce Brosnan, zweiter von links) gelungen, den Terroristen Viktor Zokas (Robert Carlyle, rechts) in seine Gewalt zu bringen.
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Er blieb auch im 19. Film der Mann mit der Lizenz zum Töten: James Bond 007 (Pierce Brosnan).
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Die Nuklearwissenschaftlerin Dr. Christmas Jones (Denise Richards) begibt sich in Gefahr.
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Originaltitel
The World Is Not Enough
Produktionsland
GB, USA
Produktionsdatum
1999
Altersfreigabe
12+
Spielfilm, Agentenfilm

Von wegen "Bondgirl": Sophie Marceau überraschte nicht nur 007

Von Jasmin Herzog

Pierce Brosnans vorletzter Auftrag: Im 19. "Bond" bekam es 007 unter dem Titel "Die Welt ist nicht genug" mit dem gefühllosesten aller Bösewichte zu tun.

Pierce Brosnan hatte die Nase gestrichen voll. Einen "Bond" wollte er nach dem Film gewordenen Product Placement "Der Morgen stirbt nie" (1997) noch drehen, dann sollte endgültig Schluss sein. Mit dem Ende des Eisernen Vorhangs schien auch der Agent mit der Doppelnull seiner Existenzberechtigung beraubt zu sein. Ein schwaches Drehbuch, sinnlose Aneinanderreihungen pyrotechnischer Effekte und der Niedergang des Bond-typischen Humors ließen "Der Morgen stirbt nie" zu einem wenig ruhmreichen Abgesang auf den Filmmythos werden. Der Broccoli-Clan, seit jeher für die Produktion der Bond-Filme zuständig, reagierte. Mit Michael Apted engagierte man einen Regisseur, der kam, sah und dem Martini-Trinker in "Die Welt ist nicht genug" eine wahre Frischzellenkur verpasste. VOX zeigt den 19. "Bond" nun ein weiteres Mal.

Michael Apted hatte bis dato noch nie bei einem Thriller oder Actionfilm Regie geführt. Er galt als Spezialist für anspruchsvolle Dramen im Stile von "Gorillas im Nebel" (1988) oder "Nell" (1994). Als seine Verpflichtung bekannt wurde, rumorte es in der Bond-Gemeinde, während hinter den Kulissen das obligatorische Hauen und Stechen um die begehrten Rollen begann.

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Rasante erste halbe Stunde

Der Job des sprichwörtlich gefühllosen Bösewichts ging schließlich an den Schotten Robert Carlyle ("Trainspotting"), der als kahl geschorener Fiesling Renard den wohl eindrucksvollsten Bond-Kontrahenten seit Gert Fröbe in "Goldfinger" abgab. Sophie Marceau steht ihm in ihrer Rolle als ganz und gar untypisches Bondgirl in nichts nach. Sie spielt die Ölmulti-Erbin Elektra King, die Bond nach der spektakulären Ermordung ihres Vaters vor Renard schützen soll. Als 007 die junge Atomwissenschaftlerin Dr. Christmas Jones (Denise Richards) kennenlernt, erfährt er von ihr, dass Elektra keineswegs das harmlose Unschuldslamm ist, für das er sie zunächst gehalten hatte.

Das rasante Tempo der ersten halben Stunde, in der sich Bond beispielsweise auf der Themse ein waghalsiges Speedboat-Rennen mit einer Renard-Gehilfin liefert, kann "Die Welt ist nicht genug" (das Familien-Motto der Bonds) zwar nicht über die gesamte Dauer retten. Unterm Strich steht aber das spannendste 007-Abenteuer der Brosnan-Ära, das 2002 mit "Stirb an einem anderen Tag" einen zumindest kommerziell ebenbürtigen Nachfolger bekam – beide Filme konnten rund fünf Millionen Zuschauer in die deutschen Kinosäle locken. Wer nach Daniel Craigs letztem Film "Keine Zeit zu sterben" (seit September im Kino) künftig in die Rolle des Geheimagenten schlüpfen wird, steht noch nicht fest.

James Bond 007: Die Welt ist nicht genug – Sa. 27.11. – VOX: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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