Life
15.12.2019 • 22:50 - 00:45 Uhr
Spielfilm, Sci-Fi-Horror
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Vergrößern
Originaltitel
Life
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2017
Kinostart
Do., 23. März 2017
Spielfilm, Sci-Fi-Horror

Das unheimliche Wesen vom Mars

Von Gabriele Summen

Mit dem starbesetzten Sci-Fi-Thriller "Life" will Daniel Espinosa schlimmste Urängste im Zuschauer wecken. Das Spektakel im All gibt es nun, als Free-TV-Premiere, bei RTL zu sehen.

Das Forschungsteam der Internationalen Raumstation ISS im Sci-Fi-Thriller "Life" von Daniel Espinosa ("Kind 44") ist auf eine Raumfahrtmission gestartet, um an Bodenproben vom Mars einen Beweis für außerirdisches Leben zu finden. Zu der sechsköpfigen Mannschaft gehören der facettenreiche Jake Gyllenhaal, der bislang stets ein Händchen für aufregende Stoffe bewiesen hat, sowie Hollywoodstar Ryan Reynolds ("Deadpool") und die schwedische Senkrechtstarterin Rebecca Ferguson ("Girl on the Train").

Die Untersuchung des Materials, eine knappe Einführung der Crew sowie erste Experimente mit dem in der Probe enthaltenen Einzeller ereignen sich bereits in den ersten Minuten – noch bevor überhaupt der Titel des Films erscheint. Espinosa und sein Autorenteam Paul Wernick und Rhett Reese ("Deadpool") setzen von Beginn an lieber auf Spannung denn auf ausführliche Figurenzeichnung. Für den Rest des Sci-Fi-Horror-Films, der nun als Free-TV-Premiere zu sehen ist, wird der Zuschauer auf das Heimsofa gepresst wie ein Raumfahrer beim Start in seinen Sitz.

Ästhetisches Level trotz schwebendem Blutes gewahrt

Im ersten atemberaubenden Akt staunen Mikrobiologe Dr. Derry (Ariyon Bakare) und seine Crew nicht schlecht über den Fund, der sich vom Einzeller zu einem sensationellen Organismus weiterentwickelt, dessen anpassungsfähige Zellen sich als gleichzeitig Muskel- wie Nervenzellen entpuppen. Von der ersten Minute bis in den Abspann hinein wird die Entwicklung des recht gruselig animierten, anfangs aber noch als "wunderschön" bezeichneten Organismus, der den Namen Calvin bekommt, von den nervenaufreibenden Sounds des Komponisten Jon Ekstrand begleitet.

Nachdem man dem recht trägen, wirbellosen Wesen mit Elektroschocks auf die Sprünge hilft, ändert sich die Stimmung an Bord schlagartig: Durch Dr. Derrys eigentlich unkaputtbaren Handschuh gelingt es dem hochintelligenten Calvin, aus der Petrischale zu entweichen.

Es folgt eine Fehlentscheidung einzelner Crew-Mitglieder nach der anderen – sehr zum Leidwesen der äußerst disziplinierten Quarantäne-Offizierin Miranda North (Ferguson), deren Aufgabe es ist, um jeden Preis zu verhindern, dass Calvin auf die Erde gelangt. Letztlich sind jedoch alle Missgriffe, die die Besatzungsmitglieder begehen, menschlich und deshalb glaubwürdig.

Auch wenn im weiteren Verlauf Besatzungsmitglieder ertrinken oder grausam verbluten, dabei der rote Lebenssaft in die Schwerelosigkeit entweicht, behält der Film ein gewisses ästhetisches Level, bleibt spektakulär und nichts für schwache Nerven. Vorhersehbar ist hier nichts: Bis zuletzt bleibt der smarte, außerirdische Gegner, der von einem galaktischen Überlebensinstinkt gesteuert scheint, für die immer kleiner werdende Besatzung uneinschätzbar.

Daniél Espinosa ist bereits mit einem neuen Projekt beschäftigt. Er erweckt Spiderman-Widersacher Morbius, ein Arzt, dessen Versuch sich selber zu heilen gewaltig schief läuft, für die Kinoleinwand zum Leben.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Der Trailer zu "Life"

Darsteller

Feierte 2001 mit seiner Rolle in "Donnie Darko" seinen Durchbruch: Jake Gyllenhaal.
Jake Gyllenhaal
Von Vancouver nach Hollywood: Ryan Reynolds.
Ryan Reynolds
Rebecca Ferguson - Foto für Biografie
Rebecca Ferguson
Hiroyuki Sanada - hier gibt es die beeindruckende Karriere und die Filme des "Last Samurai"-Stars im Porträt.
Hiroyuki Sanada
Weitere Darsteller
Ольга Дыховичная Ariyon Bakare Naoko Mori Haruka Kuroda Camiel Warren-Taylor Alexandre Nguyen Hiu Woong-Sin David Muir Allen McLean Jesus Del Orden Leila Grace Mari Gvelesiani Elizabeth Vargas

Das beste aus dem magazin

Ein Mann und eine Frau sitzen mit ernstem Blick im Auto.
HALLO!

Fritz Karl: „Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Schreiben so leichtfällt“

Kriminalpsychologe Thomas Meiberger (Fritz Karl) bekommt es im ersten Film in der neuen Reihe „Der Salzburg-Krimi“ mit einer Mordserie zu tun, die mit dem Fund eines Gekreuzigten im Wolfgangsee beginnt. prisma sprach mit Fritz Karl, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist.
Professor Amir A. Mahabadi in weißem Kittel.
Gesundheit

Undichte Herzklappen: Katheter statt OP am offenen Herzen

Dank minimalinvasiver Katheterverfahren sind Herzklappenoperationen heute schonender als je zuvor. Vor allem für ältere Patienten bedeutet das mehr Lebensqualität und weniger Risiken.
Eine Grafik: Ein Koffer aus Gras.
Reise

Nachhaltigkeit: Mehr Wunsch als Realität

Die Deutschen wollen gerne nachhaltig reisen – doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Das zeigt ein neuer Bericht zum Nachfragemonitor „Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen“. Nachhaltigkeit fängt schon beim Thema Anreise an. Wie wäre es also mal mit einer Bahnfahrt in den Urlaub? Schöne Ausblicke unterwegs inklusive. prisma stellt eine Auswahl interessanter Strecken und Ziele vor.
Oliver Mommsen am Strand.
HALLO!

Oliver Mommsen: "Ich eigne mich definitiv nicht zum Dorf-Sheriff"

Oliver Mommsen spielt in "Mord oder Watt" eine humorvolle Meta-Rolle. Als Tim Seebach nimmt er sich selbst aufs Korn und spielt mit Klischees des Schauspielerlebens.
Mit "Doc Fischer" gibt es ein neues Gesundheitsmagazin im SWR Fernsehen. Die Ärztin und Journalistin Dr. Julia Fischer präsentiert jeden Montag neueste medizinische Erkenntnisse und Behandlungsmethoden und gibt Tipps, wie man fit und gesund bleiben kann.
Gesundheit

Wenn das Schmerzgedächtnis nicht vergisst

Nach jahrelangen Schmerzen findet eine Patientin endlich Hilfe bei Dr. Oliver Emrich. Eine unscheinbare Narbe und spezialisierte Therapieansätze bringen Erleichterung in ihr Leben zurück.
Ein alter Mann schaut im Auto über seine Schulter.
Gesundheit

Fit genug zum Autofahren?

Viele Senioren möchten ihren Führerschein nicht missen – manchmal sollten sie aber, etwa wegen gesundheitlicher Einschränkungen, besser auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Bei begleiteten Rückmeldefahrten bekommen sie ein ehrliches Feedback.