In den Rheinauen liegt ein toter Koch. Er hat in einer Wohngemeinschaft gelebt, die der freien Liebe frönte. – Die Kölner Kommissare Marie Brand und Simmel ermitteln im ZDF in "Marie Brand und die Liebe zu viert".

In der 26. "Marie Brand"-Folge "Marie Brand und die Liebe zu viert" liegt ein toter Koch in den Rheinauen. Die Recherchen führen Marie Brand (Mariele Millowitsch) und Jürgen Simmel (Hinnerk Schönemann) in das Milieu einer merkwürdigen WG, in der man der freien Liebe huldigt. In der Catering-Küche von "fein & lecker", in der Koch Silvio (Johannes Suhm) gearbeitet hatte, gab es einen heftigen Streit, denn das Catering-Unternehmen steht unter gewaltigem Druck. Kunden drücken auf die Preise.

Dank der Nachrichten auf Silvios Handy wird dessen Partnerin Malve ausfindig gemacht. Malve (Sophie Lutz) lebte mit Silvio in einer polyamoren WG. – Liebe mit wechselnden Partnern, von denen jeder weiß. Die Recherchen der Kommissare ergeben, dass Malve mit Silvio vor kurzem neu in die WG gekommen war. Malve hatte mit Silvio offensichtlich die internen Beziehungen gesprengt. Was sagt Laura (Idil Üner) dazu, die Ärztin, die bislang zwischen Silvio und Andi stand – ist sie womöglich die Täterin vom Rhein?

Leicht überambitioniert, aber unterhaltsam

Mit häufigem Schauplatzwechsel zwischen WG und Catering-Milieu kommt die zweigleisige Handlung nicht so recht voran. Bevor die Kommissare auf Laura stoßen, die zentrale Figur in der seltsamen Crossover-WG, muss der Zuschauer Simmels ausführliche Planspiele erdulden, mit denen der bekanntlich immer sehr begriffsstutzige Kommissar die delikaten Verhältnisse auf einem Zettel berechnet.

Der Zuschauer hat da den Streit zwischen Silvio, dem Koch, und seinem Geschäfts- und Wohnungspartner Andi (Marcus Mittermeier) schon hinter sich. Die Firma war wohl im Begriff, an die Wand gefahren zu werden. Wollte der Koch, weil er die schlechten Bilanzen kannte, die Flucht ergreifen, wurde er deshalb aus dem Weg geräumt?

"Marie Brandt und die Liebe zu viert" macht es arg kompliziert. Leicht überambitioniert, kann sich das Drehbuch (Christian Schiller, Marianne Wendt) nicht für eine dominante Handlungslinie entscheiden. So haben es auch die stellenweise durchaus munteren Dialoge des Kölner Kommissargespanns sehr schwer.

Marie Brand und die Liebe zu viert – Sa. 11.04. – ZDF: 20.25 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH