Marcus Mittermeier als Thomas Reuther in der
TV-Serie "Der Staatsanwalt
Fotoquelle: ZDF/Andrea Enderlein

Marcus Mittermeier

Lesermeinung
Geboren
08.10.1969 in Landshut, Deutschland
Alter
51 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Wenn Marcus Mittermeier spielt, dann mit vollem Körpereinsatz. In "München Mord - Wir sind die Neuen" ist er einer der "Neuen" und gibt in der Auftaktfolge der Krimireihe einen grandiosen Einstand: Er springt splitterfasernackt von dem Balkon seiner Affäre. Ein Bild, das sicherlich dem ein oder anderen Zuschauer im Gedächtnis bleibt. Dabei hat Schauspieler und Regisseur Marcus Mittermeier sowohl vor, als auch hinter der Kamera noch viel mehr erinnerungswürdiges zu bieten.

In Landshut wuchs Marcus Mittermeier auf. Nach dem Abitur beschloss er, sich in Regensburg ins Leben zu stürzen. Zwei Jahre studierte er Jura, ehe er im Theater in Regensburg seine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckte. Vom Praktikanten arbeitete er sich zum Regieassistent hoch, absolvierte an der Schauspielschule Zerboni in München seine Schauspielausbildung und übernahm als Statist und Kleindarsteller erste Engagements. 1995 sollte er in seiner ersten großen Rolle am Münchner Volkstheater in Edward Bonds Stück "Gerettet" auf der Bühne stehen.

1998 gab er sein eigenes Regiedebüt: Er überredete seine Theater-Kollegen, ihn Georg Büchners Drama "Leonce und Lena" inszenieren zu lassen. Überzeugt von seinem Stück, aber enttäuscht von dem ausbleibenden Publikumsandrang, beschloss er, nur noch für Film- und TV zu arbeiten. Im gleichen Jahr sollte er seine erste Rolle in dem Fernsehfilm "Die unerwünschte Zeugin" bekommen, mehrere kleine Auftritte wie in der "Tatort" (1999), "Die heimlichen Blicke des Mörders" (2000), "Der Bulle von Tölz" (2002) und "Die Cleveren" (2003) sollten folgen. Durch seine Rolle als Roland Althofer in mehr als 100 Episoden der Familienserie "Samt & Seide" (2000 bis 2005) wurde er schließlich beim breiten Publikum bekannt.

2004 erhielt er seine erste Auszeichnung. Allerdings nicht für sein Spiel, sondern für seine Regiearbeit in der Tragikomödie "Muxmäuschenstill". Gleich vierfach wurde er mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet und durfte sich unter anderem über den Deutschen Filmpreis in Gold freuen. Auch seine Karriere als Schauspieler nahm weiter Fahrt auf. So übernahm er sowohl in der Serie "Der Staatsanwalt" von 2005 bis 2012 die Rolle des Kriminalhauptkommissar Thomas Reuther, während er parallel in der Krimiserie "Unter anderen Umständen - Böse Mädchen" als Christoph Olson von 2006 bis 2009 vor der Kamera stand.

Einer seiner persönlichen Höhepunkte im Jahr 2006 sollte sein Engagement in Matti Geschonnecks "Die Tote vom Deich" sein. Sein Part neben Christiane Paul und Martin Wuttke stellte gleichermaßen Herausforderung und Vergnügen für ihn dar, doch wusste er beides auf leichte Weise und mit gutem Spiel zu nehmen. Im gleichen Jahr, als Marcus Mittermeier für Thomas Roth neben Walter Sittler in "Der Kommissar und das Meer - Ein Leben ohne Lüge" vor der Kamera spielte, entstand seine zweite Regiearbeit. In "Short Cut to Hollywood" übernahm er selbst die Hauptrolle und setzte sie in Szene. Auch hier ließ die positive Resonanz nicht lange auf sch warten - 2009 folgte die Wettbewerbseinladung für die Berlinale in der Sektion Panorama.

Auch 2010 machte er von sich reden. In dem zweiteiligen Fernsehfilm "Der kalte Himmel" mimte er den Vater eines autistischen Sohnes. Für sein Spiel als Paul Moosbacher wurde Marcus Mittermeier sowohl für den Deutschen Schauspielerpreis in der Kategorie "Nebenrolle" nominiert, sowie für den Deutschen Fernsehpreis als "Bester Mehrteiler/Ensemble" vorgeschlagen. Für Johannes Fabrick stand er 2012 in "Tödliche Versuchung" wieder vor der Kamera, 2013 übernahm er für Regisseur Dirk Regel den Part des geläuterten Geschäftsführer Georg Zübertin in dem Öko-Thriller "Unheil in den Bergen".

Weitere Filme und Serien mit Marcus Mittermeier: "Schloss Orth" (Serie, 1999), "Wilder Kaiser", "Alle meine Töchter" (beides Serien, 2001), "Jenseits des Regenbogens" (2001), "Hallo Robbie!", "Medicopter 117 - Jedes Leben zählt" (beides Serien, 2002), "Sag einfach ja!" (2002), "SOKO 5113" (1999 bis 2012), "Küstenwache" (2000 bis 2004), "Agujero" (2004), "M.E.T.R.O. - Ein Team auf Leben und Tod", "Familie Dr. Kleist" (beide 2006), "Liebe verlernt man nicht" (2009), "Tödlicher Rausch" (2011), "Unter Verdacht - Ohne Vergebung", "Kommissar Stolberg", "Bella und der Feigenbaum", "Mordshunger - Verbrechen und andere Delikatessen" (alle 2013).

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