Stalingrad

  • In den Kriegswirren von Stalingrad verloren Tausende von Soldaten ihr Leben. Vergrößern
    In den Kriegswirren von Stalingrad verloren Tausende von Soldaten ihr Leben.
    Fotoquelle: Tele 5 / Bavaria Media
  • Düstere Bilder vermitteln dem Zuschauer eindrücklich die Kriegstristesse. Vergrößern
    Düstere Bilder vermitteln dem Zuschauer eindrücklich die Kriegstristesse.
    Fotoquelle: Tele 5 / Bavaria Media
  • Allein im Dezember 1942 lassen im russischen Stalingrad 80.000 Männer ihr Leben - besiegt von Hunger, Kälte und Krankheit. Vergrößern
    Allein im Dezember 1942 lassen im russischen Stalingrad 80.000 Männer ihr Leben - besiegt von Hunger, Kälte und Krankheit.
    Fotoquelle: Tele 5 / Bavaria Media
  • 12.000 Komparsen, 100 Stuntmen und 30 Schauspieler wurden für den Dreh des "ergreifenden Plädoyers gegen den Krieg" im Jahre 1992 angeheuert. Vergrößern
    12.000 Komparsen, 100 Stuntmen und 30 Schauspieler wurden für den Dreh des "ergreifenden Plädoyers gegen den Krieg" im Jahre 1992 angeheuert.
    Fotoquelle: Tele 5 / Bavaria Media
Spielfilm, Kriegsdrama
Kessel des Wahnsinns
Von Jasmin Herzog

Infos
[Bild: 16:9 ]
Originaltitel
Stalingrad
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
1993
Altersfreigabe
12+
DVD-Start
Do., 06. November 2003
Tele 5
Do., 25.10.
20:15 - 23:00


Der Kriegsfilm "Stalingrad" überzeugt mit seinen düsteren Bildern. Ein Stück Filmgeschichte bei Tele 5.

Stalingrad im Juni 1941: Unter dem Decknamen "Unternehmen Barbarossa" fallen die deutschen Truppen in die Sowjetunion ein. Hitler ist überzeugt, dass die Rote Armee bald kapitulieren wird. Doch die wahnsinnige Rechnung geht nicht auf. Ein Jahr später tobt in Stalingrad ein blutiger Häuserkampf. Während die Deutschen 90 Prozent der Stadt erobern, werden sie von den Russen zwischen Wolga und Don eingekesselt. Versorgung und Ausrüstung sind mangelhaft. Allein im Dezember 1942 lassen 80.000 Männer ihr Leben – besiegt von Hunger, Kälte und Krankheit. Stalingrad wird zum Massengrab der deutschen Wehrmacht und unzähliger russischer Soldaten und Zivilisten. Mit seiner 20 Millionen Mark teuren Produktion "Stalingrad" zeichnete Joseph Vilsmaier 1992 den "Wahnsinn des Krieges schlechthin" nach. TELE 5 zeigt den Kriegsfilm, der selbst Geschichte schrieb, nun zur Primetime.

Die Schlacht tobte vom 7. Juli 1942 bis zum 2. Februar 1943. Etwa 150.000 deutsche Soldaten starben in den Kämpfen oder infolge des Hungers und der Kälte im Kessel. Rund 108.000 Mann gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der nur 6.000 Überlebende bis 1956 zurückkehrten. Vilsmaier wollte diese Geschichte möglichst in Gänze erfassen – was für ein Vorhaben.

Ein Höchstmaß an technischem Aufwand war nötig, um die Gräuel von Stalingrad möglichst authentisch wiederzugeben. Ein Unterfangen übrigens, das manche Kritiker des beeindruckenden Films als übertriebene Action verdammten. Mit Tausenden von Statisten, dressierten Ratten, Tonnen von Sprengstoff und Dutzenden historischen Kettenfahrzeugen wurde die Schlacht nachgestellt, die zum grausamen Abschlachten wurde und insgesamt mehr als einer Million Menschen ihr Leben kostete. Für die Maskenbildner, die täuschend echt klaffende Schussverletzungen schminkten, wurde das Projekt ebenso zum Geduldsspiel wie für die Hauptdarsteller. Die Außenaufnahmen wurden bei minus 20 Grad im verschneiten Finnland gedreht. Für die detailgetreue Acht-Minuten-Sequenz des Häuserkampfes lagen die Schauspieler knapp drei Wochen im Dreck.

Dominique Horwitz und Jochen Nickel spielen die beiden Sturmpioniere Fritz Reiser und Manfred Rohleder, die mit ihrem Bataillon nach Russland abkommandiert werden. Leutnant Hans von Witzland (Thomas Kretschmann) teilt ihnen mit, dass sie in Stalingrad kämpfen werden. Doch schon der erste Sturmangriff erweist sich als verstörend blutiges und sinnloses Unternehmen. Als die Soldaten, darunter auch "GeGe" Müller (Sebastian Rudolph), in der Folge gezwungen werden, Zivilisten zu erschießen, stirbt ihr letztes Fünkchen Loyalität gegenüber dem Führer. Sie versuchen zu desertieren.

Obwohl der Film "Stalingrad" 26 Jahre alt ist, überzeugt er mit düsteren Bildern und einer eindringlichen Kriegstristesse.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Stalingrad" finden Sie hier.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

ARD Frank Hector (Dennis Hopper) muss seinen ehemals besten Mann erschießen.

Straight Shooter

Spielfilm | 28.10.2018 | 02:30 - 02:50 Uhr
Prisma-Redaktion
1/501
Lesermeinung
arte Sein neues Leben außerhalb des Offizierszimmers ist noch schwierig für Adrien (Eric Caravaca, li.). Wird er sich von nun an für immer verstecken?

Die Offizierskammer

Spielfilm | 05.11.2018 | 22:50 - 01:00 Uhr
Prisma-Redaktion
1/501
Lesermeinung
3sat Einzig eine Krankenschwester (Diane Varsi) bemerkt, dass in dem Torso des Soldaten Johnny (Timothy Bottoms) noch Leben und sogar Gefühle stecken.

Johnny zieht in den Krieg

Spielfilm | 08.11.2018 | 22:25 - 00:10 Uhr
Prisma-Redaktion
3.75/500
Lesermeinung
News
"Ich glaube, es muss nicht in jedem Film darum gehen, einen großen Spannungsbogen zu erzeugen", sagt Frederick Lau.

Schauspieler Frederick Lau spricht im Interview über die Ellbogengesellschaft, Hunde beim Dreh und g…  Mehr

Elton erhält einen neuen Show-Auftrag bei ProSieben. Bei "Alle gegen Einen" tritt ein Kandidat gegen die TV-Zuschauer an.

Den Job bei "Schlag den Henssler" ist Elton los. Doch schon steht die nächste Aufgabe an. Aber worum…  Mehr

Otto (Florian Martens, links), Sebastian (Matthi Faust) und Linett (Stefanie Stappenbeck) besprechen das Vorgehen im Fall der ermordeten Julia Sanders. Linett hält das Handy von Julia in der Hand.

Die Kundin einer Dating-Agentur wird tot in ihrem Hotelzimmer gefunden. Für das "starke Team" beginn…  Mehr

Gastgeber Florian Silbereisen freut sich auf die "einmalige Stimmung" beim "Schlagerboom".

Die nunmehr dritte Schlagerboom-Show der ARD hat ein hochkarätiges Line-Up zu bieten. Spekuliert wir…  Mehr

Zurückgenommene, aber angenehm präzise Kriminalspannung: Freya Becker (Iris Berben) und ihr jüngerer Bruder Jo Jacobi (Moritz Bleibtreu) in der sehr überzeugenden ZDF-Miniserie "Die Protokollantin".

Freya Becker (Iris Berben) protokolliert grausame Verbrechen. Im Verborgenen sorgt sie selbst für Ge…  Mehr