Der neue Dokumentarfilm über das komplexe Ökosystem Wald zeigt, wie sich Pflanzenarten oft zu gigantischen Organismen zusammenschließen und wie sie im Überlebenskampf Allianzen schmieden.

"Der Wald steht schwarz und schweiget", heißt es im berühmten Abendlied von Matthias Claudius. Das ist aber nicht die ganze Wahrheit, wie der spannende neue Dokumentarfilm "Unsere Wälder" von Freddie Röckenhaus und Petra Höfer zeigt. Er will nämlich nachweisen, dass es tatsächlich eine Art "Sprache der Bäume" gibt.

Tatsächlich stellen etwa mitteleuropäische Wälder ein hochkomplexes Ökosystem dar, in dem jede Baumwurzel unter der Erde etwa doppelt so viel Fläche einnimmt wie die Krone in der Höhe. Nicht nur, dass sich über das Wurzelwerk "Kommunikationsverbindungen" zwischen den vermeintlichen, still vor sich hinwachsenden Solitären ergeben. Auch kilometerlange Pilzgeflechte vernetzen in winzigen Leitungen die Wälder – fast wie in einer Art "Wood Wide Web", die an die Struktur des modernen Internets erinnert. Und sogar über die Waldluft werden chemische Botschaften verbreitet, mit deren Hilfe die Bäume kommunizieren und sich so etwa gegen Fressfeinde wehren. Spektakuläre Animationen machen in dem Beitrag das verzweigte Wurzelwerk der Bäume sichtbar.

Unsere Wälder – Sa. 18.01. – ARTE: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH