Wie kam Hitler an die Macht?
26.01.2021 • 20:15 - 21:00 Uhr
Info, Geschichte
Lesermeinung
Zu der von Hitler geführten NSDAP gehören von Anfang an paramilitärische Verbände wie die SA und SS, die mit Gewalt gegen politische Gegner vorgehen.
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Im Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Es ist der Anfang vom Ende der Weimarer Republik.
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In der Weltwirtschaftskrise beginnt Hitlers kometenhafter Aufstieg zur Macht. Im Januar 1933 wird er zum Reichskanzler ernannt. Es ist der Anfang vom Ende der ersten deutschen Demokratie.
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Die Weltwirtschaftskrise  treibt der NSDAP viele Wähler zu. Bei den Parlamentswahlen ab 1930 feiert die Partei große Wahlerfolge.
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Originaltitel
Wie kam Hitler an die Macht?
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Info, Geschichte

Blutspur in den eigenen Reihen

Von Rupert Sommer

Die aufwendige neue Geschichtsproduktion beleuchtet den Aufstieg des späteren "Führers" gegen politische Gegner und den mächtigen Rivalen Ernst Röhm, Chef der SA.

Im Rückblick wird der Nazi-"Führer" Adolf Hitler oft wie eine diabolische Naturgewalt dargestellt, die vermeintlich wie von höherer Macht gesteuert wie eine Pest oder Katastrophe über das Land kam. Allerdings ist das eine simplifizierende und oberflächliche Deutung, die auch gerne bemüht wird, um die Ungeheuerlichkeiten der späteren Massenmorde und Kriegsverbrechen als quasi unaufhaltsam zu relativeren. Die neue ZDF-Dokumentation "ZDFzeit: Wie kam Hitler an die Macht?", die auf der neu bearbeiteten BBC-Reihe "Rise of the Nazis" fußt, arbeitet solchen Ausflüchten strikt entgegen.

Sie zeigt deutlich auf, mit welchen Widerständen der spätere Diktator bei der Festigung seines zunächst alles andere als alternativlosen Machtanspruchs zu kämpfen hatte. Und sie verdeutlicht, wie brutal Hitler beim Ausschalten von Gegnern vorging – gerade weil er Angst hatte, seine Anhänger doch nicht letztlich von sich überzeugen zu können. Im Zentrum des ersten Teils des dokumentarischen Beitrags steht die Auseinandersetzung mit dem SA-Chef Ernst Röhm, der viele rechtskonservative Unterstützer hinter sich wusste und der Hitlers Ziel, das unbeschränkte Sagen im Reich zu erlangen, klar im Weg stand.

Ein Verrat und ein Mord räumten den Weg nach oben frei

Röhm liebte selbst den Rausch der Macht und verfolgte ehrgeizige eigene Ziele: Er wollte unbedingt Chef der Reichswehr werden. Damit forderte er Hitlers Verbündete um Präsident von Hindenburg heraus. Und Hitler musste sich entscheiden, auf welche Seite er setzt. Er wählte den Verrat und somit ein blutiges Macht- und Intrigenspiel, das im Juni 1934 zum sogenannten Röhm-Putsch führte. Hitler lässt Röhm ermorden. Nun ist für ihn der Weg frei – als "Führer" Deutschlands.

Aufgebaut ist der Film als ein durchaus spannender Wechsel von Experten-Kommentaren und kammerspielartigen Szenen, die den Nervenkrieg der Aufstiegsphase Hitlers mit starken Schauspielern in ausgewählten Schlüsselmomenten des Machtkampfs dramatisieren. Jedem Protagonisten ist dabei jeweils ein Experte zugeordnet, der wie eine Art Mentor das Publikum durch die historischen Fakten führt und zum Dargestellten kritisch Stellung bezieht. Abgerundet wird alles durch den Einsatz von Erklär-Grafiken, aber auch von teilweise bislang nie oder nur selten gezeigten Archivmaterials.

ZDFzeit: Wie kam Hitler an die Macht? – Di. 26.01. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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