Terence Hill

Ähm, wie war noch mein Rollenname, Joe oder
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Ähm, wie war noch mein Rollenname, Joe oder Django? Terence Hill
Mario Girotti
Geboren: 29.03.1939 in Venedig, Italien

Terence Hill, Sohn eines italienischen Chemikers und einer deutschen Mutter, verbrachte seine Kindheit in Lommatzsch, wo die Familie während des Zweiten Weltkriegs auch dem Bombardement der Alliierten ausgesetzt war. Er zog mit seinen Eltern dann nach Rom. Er studierte einige Zeit Philosophie und italienische Literatur, entschied sich aber für die Schauspielerei, zumal ihn der renommierte Regisseur Dino Risi bereits als 12-Jährigen bei einem Schwimmwettbewerb entdeckte und ihm seine erste Rolle in "Das große Ferienabenteuer" gegeben hatte.

Mit der Schauspielerei machte Mario Girotti - er spielte lange Zeit unter seinem bürgerlichen Namen - zunächst nur weiter, um sich so Schule und Studium zu finanzieren. Erst ab Filmen wie "Der Leopard" (1962) von Luchino Visconti stand sein Entschluss fest, ausschließlich als Schauspieler tätig zu sein. Er spielte in einigen deutschen Karl-May-Verfilmungen, bevor er mit "Gott vergibt - Django nie!" 1967 im Italo-Western seinen Durchbruch feierte. Noch während der Dreharbeiten im spanischen Almeria heiratete er die Amerikanerin Lori Hill. An der Seite von Bud Spencer ging es nun Schlag auf Schlag: Klassiker wie "Vier für ein Ave Maria" (1968) und "Hügel der blutigen Stiefel" (1969) folgten, obwohl diese Werke noch nicht viel von dem Witz enthielten, der später zum Markenzeichen der beiden wurde.

Mit "Die rechte und die linke Hand des Teufels" (1969) gelang dem Duo der weltweite Durchbruch, obwohl der direkte Nachfolger "Vier Fäuste für ein Halleluja" (1972) noch erfolgreicher war. Nach einem weiteren Erfolg mit "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" (1972) bewies Terence Hill - wie er sich jetzt nannte - mit "Mein Name ist Nobody" (1973), dass er auch ohne Bud Spencer einen Film tragen konnte. Trotzdem spielte er in der Folgezeit häufig an der Seite seines Freundes, wobei die Qualität der Filme stetig abnahm. 1976 erhielt er ein Angebot aus Hollywood. In "Marschier oder stirb" spielte er an der Seite von Gene Hackman und ein Jahr später stand er gemeinsam mit Valerie Perrine in "Mister Billion" vor der Kamera.

1983 versuchte sich Terence mit dem "Don Camillo"-Remake "Keiner haut wie Don Camillo" auch als Regisseur. Später inszenierte er noch die Realverfilmung von "Lucky Luke" (1991), der weitere Fließbandarbeiten folgten ("Ein explosives Geschäft", "Ein schöner Zug von Geisterhand", "Ein Trunk von ganz besonderer Güte", "Ein Zar kommt meistens im April", "Ma Dalton ist und bleibt einmalig", "Wer anderen eine Braut besorgt"), sowie den Western "Die Troublemaker" (1994). Heute lebt Terence Hill in Massachussetts und ist hauptsächlich als Filmproduzent tätig.

Weitere Filme von Terence Hill: "Römischer Reigen", "Il viale della speranza" (beide 1953), "Divisione Folgore" (1954), "Wandel des Herzens", "Die Verirrten" (beide 1955), "Mamma sconosciuta" (1956), "Lazzarella", "Guaglione", "Die große blaue Straße", "Anna von Brooklyn" (alle 1957), "Kreuz und Schwert" (1958), "Il padrone delle ferriere", "Spavaldi e innamorati", "Kasernengeflüster", "Cesarella" (alle 1959), "Hannibal", "Karthago in Flammen", "Maciste, der Rächer der Pharaonen", "Giuseppe venduto dai fratelli" (alle 1960), "Pecado de amor", "Aladins Abenteuer" (beide 1961), "Il girono piu corto", "Pirat der sieben Meere" (beide 1962), "Winnetou II", "Unter Geiern" (beide 1964), "Der Ölprinz", "Ruf der Wälder", "Old Surehand", "Schüsse im Dreivierteltakt", "Duell vor Sonnenuntergang" (alle 1965), "Die Nibelungen 1 & 2" (1966), "Blaue Bohnen für ein Halleluja", "Io non protesto, io amo", "Etappenschweine", "Joe, der Galgenvogel" (alle 1967), "Der blauäugige Bandit" (1969), "Der Teufel kennt kein Halleluja", "Allein gegen das Gesetz", "Freibeuter der Meere" (alle 1971), "Verflucht, verdammt und Halleluja" (beide 1972), "Zwei wie Pech und Schwefel" (1973), "Zwei Missionare" (1974), "Nobody ist der Größte" (1975), "Mister Billion", "Zwei außer Rand und Band" (beide 1976), "Zwei sind nicht zu bremsen" (1978), "Das Krokodil und sein Nilpferd" (1979), "Der Supercop" (1980), "Zwei Asse trumpfen auf" (1981), "Zwei bärenstarke Typen" (1983), "Vier Fäuste gegen Rio" (1984), "Die Miami Cops" (1985), "Renegade" (auch Buch, 1987), "Zwei Fäuste in Miami" (1996) und die TV-Serie "Don Matteo" (2000).

Foto: MDR/Degeto

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