Actionfilm

"96 Hours – Taken 3" bei VOX: der schwächste Teil der Reihe

von Jasmin Herzog

Der dritte Teil der "Taken"-Reihe um den ehemaligen CIA-Agenten Liam Neeson strotzt vor Action. Dennoch kommt der Film nicht so recht in Schwung. Woran liegt's?

VOX
96 Hours – Taken 3
Action • 07.05.2020 • 20:15 Uhr

Auf dem Highway ist die Hölle los – dank Liam Neeson als Ex-CIA-Agent Bryan Mills in der Wiederholung "96 Hours – Taken 3" bei VOX. Einen Polizisten, der ihn zur Wache begleiten sollte, hat er mal eben aus dem Auto geschubst. Den anderen am Steuer zwingt er, mit durchgedrücktem Gaspedal zwischen den langsameren Fahrzeugen Slalom zu fahren. Klar, dass da schon mal ein Truckfahrer aus dem Takt kommt, sein Container sich ablöst, durch die Luft wirbelt und ein paar Fahrzeuge zerlegt. Spektakulär krachen lässt es der Actionfilm schon, bleibt jedoch vornehmlich Auslöser wehmütiger Erinnerungen an seine Vorgänger.

Behäbig kommt die Story ins Rollen: Ein kleiner Angestellter, dessen Chef Gangstern Geld schuldet, wird umständlich entführt und in einem Safe erschossen. Mills' Ex-Frau Leonore (Famke Janssen) sucht bei ihm Rat wegen ihrer zerrütteten Ehe, was deren Mann Stewart (Dougray Scott) überhaupt nicht gefällt. Dann wird Leonore ermordet und Mills am Tatort als Verdächtiger Nummer Eins gestellt. Gegenüber seiner Tochter Kim (Maggie Grace) gelobt er, den wahren Täter zu finden, den cleveren Detective Franck Dotzler (Forest Whitaker) auf den Fersen.

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Allerdings entwickelt sich aus dieser Konstellation kein aufregendes Katz-und-Maus-Spiel. Im dritten und schwächsten Teil der Reihe schlägt sich Mills mehr mit einer zu komplizierten Handlung um ein verzwirbeltes Mordkomplott herum als mit seinen Gegnern. Der Schlingerkurs zwischen Detektivgeschichte und Actionkatalog lässt weder Platz für Atmosphäre noch für den Inter-Generationen-Humor von Mills und seiner Tochter.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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