Wie ein NDR-Recherche-Team nachweisen kann, werden für die Produktion von "schwarzem Gold" oft Urwälder abgeholzt und mit den Erlösen teilweise sogar Terrororganisationen unterstützt.

An lauen Sommerabenden wird Feuer entfacht: Wenn Würste und Steaks im Freien brutzeln, kommt die Nation zur Ruhe. In keinem EU-Land wird mehr Holzkohle verfeuert als im grillfreudigen Deutschland. Doch nur wenige Grill-Freunde ahnen, dass sie mit ihrem scheinbar unbeschwerten Sommervergnügen indirekt schweren Schaden anrichten.

Wie die neue ARD-Dokumentation "Die Story im Ersten: Das schmutzige Geschäft mit der Grillkohle" nachweisen kann, werden für die Produktion des unverzichtbaren Brennstoffs in den Herkunftsländern oft wertvolle Urwälder vernichtet.

Die Handelswege für Grillkohle, die das Recherche-Team vom NDR aufdeckt, sind erstaunlich. Die Recherchen gingen vom Grillfeuer zurück bis nach Afrika oder Osteuropa. Die Pfade sind verschlungen, und das Geschäft ist oft von Mafia-Strukturen geprägt. Nicht selten werden mit den Erlösen aus dem "schwarzen Gold" sogar örtliche Terrororganisationen unterstützt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst