Eine ARTE-Doku zeichnet die Flucht der Hugenotten aus Frankreich nach Deutschland nach. Das Prinzip Ludwigs XIV., "Ein Glaube, ein Gesetz, ein König", ließ ihnen nur die Flucht.

Als im Frankreich des Jahres 1685 Ludwig XIV. nach der blutigen Bartholomäusnacht von 1572 erneut eine Bedrohung durch die protestantischen Hugenotten sieht, ruft er mit einem Dekret abermals deren Verfolgung aus. Wer nicht dem protestantischen Glauben abschwört und zum Katholizismus übertritt, dem drohen Willkür und Gewalt. Die NDR-ARTE-Dokumentation "Flucht im Namen Gottes – Die Hugenotten" (Erstsendung) schildert die Geschehnisse am Beispiel von damals Verfolgten, die vor der Entscheidung standen, zu fliehen oder ihren Glauben zu verleugnen.

Trotz streng bewachter Grenzen gelang allein etwa 40.000 Hugenotten die Flucht in deutsche Länder, wo sie von protestantischen Fürsten aufgenommen wurden. Unter ihnen Vorfahren so großer Persönlichkeiten wie Theodor Fontane, Alexander von Humboldt oder Carl Benz, aber auch Handwerker und Bauern, die ganz neue Kenntnisse erbrachten. – Die bildungspralle Reenactment-Doku wird in zwei Teilen um 20.15 und 21.05 Uhr am Stück gesendet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst