11.12.2014 Die Kinostarts der Woche

Abschied vom Hobbit – und andere Dramen

Hobbit Bilbo (Martin Freeman) versucht in „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ vergeblich im Konflikt zwischen Elben und Zwergen zu vermitteln. Doch dann müssen doch alle zusammenhalten.
Hobbit Bilbo (Martin Freeman) versucht in „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ vergeblich im Konflikt zwischen Elben und Zwergen zu vermitteln. Doch dann müssen doch alle zusammenhalten.  Fotoquelle:  METRO-GOLDWYN-MAYER PICTURES INC. AND WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

Ein wenig Abschiedsschmerz ist schon dabei, wenn der Hobbit zum letzten Mal über die Kinoleinwände flimmert. Aber „ Die Schlacht der Fünf Heere“ ist für jeden Tolkien-Fan ein Muss. Allen anderen legen wir insbesondere das Drama „Timbuktu“ ans Herz. Hier sind die Neustarts der Woche im Überblick …

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere: Als die von Thorin Eichenschild (Richard Armitage) angeführte Zwergen-Truppe ihre Heimat von Smaug zurückfordert, entfesselt sie die zerstörerische Kraft des Drachen. Keiner ist mehr sicher vor dem zornigen Ungetüm, das die Seestadt Esgaroth samt Bevölkerung angreift. Ein zermürbender Kampf wird entfacht, der bei allen Beteiligten Spuren hinterlässt. Aber Thorin verweigert den Seestädtern jegliche Hilfe und auch das Gold, das der Drache gestohlen hatte, will er nicht teilen. Hobbit Bilbo (Martin Freeman) versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln, doch vergeblich. Thorin hält ihn für einen Verräter und auch Gandalf (Ian McKellen) kann nichts mehr ausrichten. Es wird aufgerüstet und bald stehen sich die Armeen gegenüber – dabei hat bereits eine noch viel dunklere Bedrohung ihr Augenmerk auf den Einsamen Berg gerichtet: Der dunkle Herrscher Sauron kehrt nach Mittelerde zurück und sendet mehrere Legionen Orks in Richtung Erebor. Die Zwerge, Elben und Menschen können ihrer Vernichtung nur entgehen, wenn sie ihre Konflikte außer Acht lassen. Die Schlacht der Fünf Heere beginnt. USA, Neuseeland 2014, 144 Min., FSK 12, von Peter Jackson mit Martin Freeman, Sir Ian McKellenEvangeline Lilly. Hier lesen Sie die Kritik zu Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere.

The Loft: Fünf verheiratete Männer teilen sich ein luxuriöses Loft, um dort heimlich ihre Geliebten zu treffen. Alles läuft reibungslos, bis sie eines Morgens im Loft die bestialisch zugerichtete Leiche einer jungen Frau vorfinden. Jeder der fünf Freunde behauptet, nicht zu wissen, wer die Frau ist und wie sie in das Loft gelangen konnte. Doch es gibt nur fünf Schlüssel, von denen jeder der Fünf einen besitzt. Und niemand außer ihnen kannte den geheimen Treffpunkt. Schon bald beschuldigen sich die Männer gegenseitig, das grausame Verbrechen begangen zu haben und es scheint, als wüssten sie viel weniger voneinander, als sie bisher glaubten. USA 2014, 104 Min., FSK 16, von  mit Karl Urban, James Marsden, . Hier lesen Sie die Kritik zu The Loft.

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#Zeitgeist: Die Eheleute Don (Adam Sandler) und Helen (Rosemarie DeWitt) sind auf der Suche nach Intimität, können diese aber innerhalb ihrer Beziehung nicht mehr erleben. Beide Partner schauen sich anderweitig um und werden online fündig. Dons 15-jähriger Sohn Chris ist derweil von Internetpornografie besessen und stumpft zusehends ab, seine Klassenkameradin Hannah wiederum ist sexuell frühreif und will Schauspielerin werden. Diese Karrierepläne werden von ihrer Mutter Donna unterstützt, die ihre Tochter mit zweifelhaften Fotos auf einer Modelwebsite anpreist. In ein ganz anderes Extrem verfällt die überfürsorgliche Mutter Patricia (Jennifer Garner), die jede einzelne Datenspur ihrer Tochter Brandy nachverfolgt und jeden Internetkontakt des Mädchens überwacht. Brandy ist dennoch einigermaßen ausgeglichen – anders als Allison, die angesichts ihres Wunsches nach Anerkennung magersüchtig wird. USA 2014, 116 Min., FSK 12, von Jason Reitman mit , Jennifer Garner, Adam Sandler. Hier lesen Sie die Kritik zu #Zeitgeist.

Timbuktu: Kidane lebt friedlich mit seiner Frau Satima, seiner Tochter Toya und Issan, einem kleinen, 12 Jahre alten Hirtenjungen in den Dünen, nicht weit von Timbuktu, das in die Hände religiöser Fundamentalisten gefallen ist. In der Stadt erdulden die Einwohner ohnmächtig das Terrorregime, das von den Dschihadisten eingesetzt wurde, um ihren Glauben zu überwachen. Musik, Gelächter, Zigaretten und sogar das Fußballspielen wurden verboten. Die Frauen sind zu Schatten geworden, die versuchen, würdevoll Widerstand zu leisten. Jeden Tag werden von auf die Schnelle eingesetzten Tribunalen tragische und absurde Strafen ausgesprochen. Kidane und seine Familie bleiben von dem Chaos in Timbuktu verschont. Aber ihr Schicksal ändert sich, als Kidane aus Versehen Amadou tötet, einen Fischer, der seine Lieblingskuh „GPS“ schlachtete. Nun muss er sich den neuen Gesetzen der ausländischen Besatzer stellen. Frankreich, Mauretanien 2014, 97 Min., FSK 12, von Abderrahmane Sissako mit Ibrahim Ahmed, Abel Jafri, Hichem Yacoubi. Hier lesen Sie die Kritik zu Timbuktu.

Winterschlaf: Der pensionierte Schauspieler Aydin (Haluk Bilginer) betreibt ein kleines Hotel in der Abgeschiedenheit Zentralanatoliens. Hier lebt der zynische Rentner gemeinsam mit seiner Frau Nihal (Melisa Sözen), von der er sich emotional komplett distanziert hat. Auch Aydins Schwester Necla (Demet Akbag) wohnt in dem Haus; sie ist gerade dabei, ihre frisch vollzogene und schmerzhafte Scheidung zu verarbeiten. Als es Winter wird und der erste Schnee zu fallen beginnt, realisieren die Hotelbewohner schlagartig, wie einsam sie sich in der Stille der kargen Landschaft fühlen. Jeder hat viel Zeit zum Nachdenken, doch die innere Einkehr ist dem Miteinander keineswegs zuträglich. Stattdessen wachsen zwischen Aydin, Nihal und Necla unweigerlich die Spannungen. Bald werden ihre Konflikte offen ausgetragen. Türkei, Frankreich, Deutschland 2014, 196 Min., FSK 6, von Nuri Bilge Ceylan mit Haluk Bilginer, Melisa Sözen, Demet Akbag. Hier lesen Sie die Kritik zu Winterschlaf.

Blue Ruin: Dwight (Macon Blair) ist ein Rumtreiber. Nachts bricht er in Häuser ein, deren Besitzer sich im Urlaub befinden, schläft öfter dort und benutzt die Bäder. Die meiste Zeit verbringt er jedoch in einem kaputten, rostigen Autowrack am Strand. Auch wenn es das Leben nicht ganz so gut mit dem Landstreicher meint, hat sich Dwight mit seiner Situation arrangiert – bis eines Tages die Polizistin Eddy bei ihm vorbei schaut. Die ist nicht etwa wegen der kleinkriminellen Vergehen Dwights gekommen, sondern will ihn beim Erhalt einer Nachricht begleiten: Der Mörder seiner Eltern, Wade Clelands, wird nach 20 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Dwight packt der unwiderstehliche Drang, erduldetes Unrecht auszugleichen. Er macht sein Auto wieder fit und entfesselt eine Welle der Gewalt, die er bald nicht mehr unter Kontrolle hat. USA 2013, 94 Min., FSK 16, von Jeremy Saulnier mit Macon Blair, , . Hier lesen Sie die Kritik zu Blue Ruin.


Quelle: Filmfirmen
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