Karl Urban

Ein vielbeschäftigter Darsteller: Karl Urban. Vergrößern
Ein vielbeschäftigter Darsteller: Karl Urban.
Fotoquelle: Shelly Wall/shutterstock.com
Karl-Heinz Urban
Geboren: 07.06.1972 in Wellington, Neuseeland
Sternzeichen: Zwillinge

Dass er in Peter Jacksons Fantasyepos "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" nicht zwischen all den kämpferisch-starken Typen unterging, sondern durchaus in Erinnerung blieb, lag vor allem daran, dass er eine gute Figur machte - als Éomer, der Bruder von Éowyn. Und auch auf dem roten Teppich, ganz ohne Maskerade und Rüstung, hielt er, was er in der Rolle durchaus versprochen hatte. Karl Urban ist ein cooler, gut aussehender Typ. Der Neuseeländer, Kind deutscher Einwanderer, wuchs in Wellington auf. Bereits als Achtjähriger debütierte er vor der Kamera. Ein früher Start in eine langjährige Schauspielkarriere, die jedoch erst nach der High School eine Fortsetzung fand. Erste Erfolge feierte er in der neuseeländischen Fernsehserie "Shortland Street" (1993/94). Während der Dreharbeiten fiel sein Entschluss, die Schauspielerei zur Profession zu machen. Er beendete sein Studium an der Victoria University of Wellington und spielte mehrere Jahre an verschiedenen Theatern in der Umgebung von Neuseelands Hauptstadt, wechselte anschließend auf unterschiedliche Bühnen in Auckland.

Mit der amerikanisch-neuseeländischen Fantasyserie "Hercules" trat er erstmalig international in Erscheinung. Einmal sah man ihn als Cupid (1996), zwei Jahre später schlüpfte er in die Rolle des Julius Caesar. Den mimte er auch in mehreren Folgen des "Hercules"-Ablegers "Xena die Kriegerprinzessin" (zwischen 1996 und 2001). 2000 sah man ihn in dem neuseeländischen Horrorstreifen "Die unwiderlegbare Wahrheit über Dämonen" als Anthropologie-Professor. Im gleichen Jahr spielte er in der romantischen Komödie "The Price of Milk". Während er an der Seite von Gabriel Byrne und Julianna Margulies in "Ghost Ship" (2002) noch relativ unerkannt agieren konnte, änderte sich mit den beiden letzten Teilen der "Herr der Ringe"-Trilogie ("Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" , 2002 und "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs", 2003) Karl Urbans Karriere und Leben von Grund auf. Seither ist seine filmische Laufbahn internationaler, aber auch Action lastiger geworden. Mit "Riddick - Chroniken eines Kriegers" und "Die Bourne Verschwörung" lieferte er 2004 gleich zwei Action reiche Blockbuster ab. Im folgenden Jahr sah man ihn in der brachialen Computerspielverfilmung "Doom - Der Film".

In Marcus Nispels "Pathfinder - Fährte des Kriegers" (2006) gab er sich nicht weniger blutrünstig und Action orientiert, schlüpfte einmal mehr in eine Fantasyrolle und mimte den Wikingerkrieger Ghost, der auf blutrünstige und martialische Art und Weise Rache an den Mördern seines Stammes nimmt. Weitaus erfolgreicher war die Vorgeschichte zu der ersten "Raumschiff Enterprise"-Serie "Star Trek", die 2009 in die Kinos kam. Karl Urban übernahm hier den Part des Arztes Leonard McCoy. "Lost"-Macher J. J. Abrams gelang hier perfekte Unterhaltung, die unter anderem durch starken Darsteller überzeugt kann und nicht nur Fans einen Heidenspaß macht.

Weitere Serien und Filme mit Karl Urban: "Shark in the Park" (TV-Serie, 1990), "Hügel des Todes", "Homeward Bound" (TV-Serie, beide 1992), "White Fang" (TV-Serie, 1993), "Riding High" (TV-Serie, 1995), "Amazon High" (1997), "Heaven", "Familienglück oder andere Katastrophen" (beide 1998), "The Privateers" (2000), "Out of the Blue" (2006), "Comanche Moon" (TV-Serie, 2008), "Black Water Transit" (2009), "Mörderische Ferien", "R.E.D. - Älter. Härter. Besser." (beide 2010), "Priest" (2011), "Dredd" (2012), "Star Trek Into Darkness", "Riddick - Überleben ist seine Rache" (beide 2013).


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