Gerade erst hat der erfolgreiche Architekt Vincent einen Gebäudekomplex fertiggestellt und überrascht nun seine vier Freunde Chris, Luke, Filip und Marty damit, dass er in dem Gebäude ein Loft zur freien Verfügung anbietet. Darunter verstehen die verheirateten Männer natürlich die Möglichkeit, die Wohnung für jeweilige Geliebte nutzen zu können. Doch eines Morgens liegt eine nackte Frauenleiche im Bett – offensichtlich Opfer eines brutalen Mordes. Zunächst versichert jeder der fünf Freunde, die grausige Tat nicht begangen zu haben. Dem folgt aber schnell ein gegenseitiges Beschuldigen und Zerfleischen, bei dem nicht nur kleine menschliche Fehler aller Beteiligten analysiert werden, sondern schließlich sogar die Ehefrauen unter Verdacht geraten ...

Gestylte Hochglanz-Welt fernab jeglicher Normalität

Der flämische Regisseur Erik Van Looy ("Totgemacht - The Alzheimer Case") durfte hier das amerikanische Remake seines eigenen Thrillers (deutscher Titel: "Tödliche Affären") von 2008 selbst inszenieren. Doch an die Stärke des Originals und des erstes Remake (2010 in den Niederlanden von Antoinette Beumer verfilmt) kommt er hier leider nicht heran. Wer die Geschichte (bzw. einen der Vorläufer) und deren Ende nicht kennt, könnte hier durchaus überrascht werden. Doch das größte Problem besteht wohl darin, dass auch hier alle Figuren derart unsympathisch sind und ihre gestylte Hochglanz-Welt fernab jeglicher Normalität liegt, dass einem der Ausgang fast schon egal ist. Zudem geht diesmal die Gesellschaftskritik – eigentlich das Kernstück der Geschichte – der beiden niederländischsprachigen Werke völlig verloren.