Das "Achtung Abzocke"-Team um Peter Giesel will mutmaßliche Betrugsfälle aufdecken. Bei Recherchen auf der griechischen Insel Mykonos wurde es von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Eigentlich sollten in Betrugsfällen jene zur Rechenschaft gezogen werden, die andere übers Ohr hauen. Nun traf es aber ein TV-Team, das den Betrug aufdecken wollte: Während Dreh und Recherche für die beliebte kabel-eins-Sendung "Achtung Abzocke" auf der Insel Mykonos wurden Peter Giesel und sein Team von der griechischen Polizei in Gewahrsam genommen. Grund für den Arrest: Sie hatten in einer Strandbar, die weltweit aufgrund ihrer horrenden Preise in den Schlagzeilen landete, den Wirt zur Rede gestellt. Die Situation war eskaliert, nachdem der Investigativ-Reporter die Touri-Falle (angeblich eine Shisha für 250 Euro, eine Portion Calamari für 100 Euro) mit der Kamera bloßgestellt hatte.

"Das war eine unangenehme Situation, die bis heute nachhallt", zitiert der Sender Peter Giesel. Der Journalist zeigt sich entsetzt: "Noch immer ist unser restliches konfisziertes Kameramaterial nicht in Deutschland. Viele Fragen bleiben: Warum haben die Behörden so drastisch reagiert? Warum wurde ich und auch das ganze Kamerateam so lange festgehalten?"

kabel eins zeigt den Vorfall in "Achtung Abzocke – Urlaubsbetrügern auf der Spur" am Donnerstag, 25. Juli, um 20.15 Uhr.

Stress gab es bei den Recherchen zu "Achtung Abzocke" indes schon des Öfteren. Im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau erinnerte sich Peter Giesel im vergangenen Jahr: "Handgreiflich wurde es in Varna in Bulgarien. Es ging um eine Bande, die auf der Straße Euro gegen eine wertlose alte bulgarische Währung getauscht hat. Beim Geldwechsel vor einer Kirche hat mich einer der Mitglieder mit einem Flaschenhals bedroht. Und das mittags um zwölf Uhr. Da war dann aber auch schnell Schluss mit lustig. Wir waren bei der Polizei. Der Mann sitzt im Gefängnis."


Quelle: teleschau – der Mediendienst