Als vor zwei Jahren die zehnte Staffel der Mysteryserie "Akte X" anlief, war das noch ein Ereignis. Schließlich hatte die Erfolgsserie zuvor 14 Jahre lang pausiert. Entsprechend waren auch die Quoten im US-Fernsehen: Mehr als 16 Millionen Zuschauer schalteten die Auftaktfolge ein. Als dann aber im Januar 2018 die elfte Staffel anlief, wollten nur noch gut fünf Millionen die erste Episode sehen. Bei ProSieben, wo "Akte X" bereits 1994 Deutschland-Premiere feierte, setzt man dennoch auf den Klassiker und sendet zur Primetime gleich zwei neue Folgen der elften Season am Stück – und das nur rund acht Wochen nach US-Start.

Die zehn neuen Episoden erzählen, wie schon die meisten Folgen zuvor, in sich geschlossene Geschichten ("Akte X"-Fans sprechen von sogenannten "Monster of the Week"-Episoden). Ein roter Faden zieht sich aber dennoch durch Staffel elf: Die FBI-Agenten Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) suchen weiterhin ihren verschwundenen Sohn William. Gleich zu Beginn der neuen Folgen wird Scully ins Krankenhaus eingeliefert: Sie hat einen Anfall erlitten, nachdem sie William in einer Vision gesehen hatte.

Mit dabei in den neuen Folgen sind erneut die jungen FBI-Agenten Einstein (Lauren Ambrose, "Six Feet Under") und Miller (Robbie Amell), die in der letzten Staffel eingeführt wurden. Wie es mit "Akte X" nach Staffel elf weitergehen wird, steht derweil noch in den Sternen. Hauptdarstellerin Anderson hat bereits verkündet, für weitere Folgen nicht zur Verfügung zu stehen. Auch eine Spielfilmauskopplung – es wäre bereits die dritte – ist nicht sehr wahrscheinlich: Dem Vernehmen nach verweigert sich David Duchovny der Idee. Die Wahrheit über Aliens und Regierungsverschwörungen – sie bleibt wohl für immer "irgendwo da draußen".


Quelle: teleschau – der Mediendienst