Im ZDF ist Anna Fischer in der Herzkino-Reihe "Fluss des Lebens" zu sehen. In prisma zeigt die Schauspielerin sich von ihrer privaten Seite.

Der vierte Film der ZDF-Herzkino- Reihe "Fluss des Lebens" taucht in das Savoir-vivre Frankreichs ein. "Geliebte Loire" (28. Mai, 20.15 Uhr) erzählt die Geschichte der taffen Romy – gespielt von Anna Fischer.

Frau Fischer, in "Fluss des Lebens – Geliebte Loire" spielen Sie die eigenwillige Romy ...

Romy hat einen ungeheuren Gerechtigkeitssinn. Sie kommt aus dem Knast, weiß also auch so in etwa, wo das Leben hingehen kann, wenn man sich nicht an gewisse Regeln hält. Romy ist eine taffe, lebensfrohe Frau, die natürlich auch an ihre große Liebe geglaubt hat. Aber sie muss feststellen, dass alles, woran sie geglaubt hat, nicht der Realität entspricht, und daran zerbricht sie.

Gibt es Parallelen zwischen Ihnen und Romy?

Ich glaube schon, dass Romy und ich Parallelen haben. Nicht gerade der Knast, aber verletzlich bin ich ja auch. Ich bin am Ende des Tages auch nur ein Mensch. Und ich glaube, nach so einem gewissen Gerechtigkeitssinn, danach strebe ich auch.

Wie würde Ihre beste Freundin Sie beschreiben?

Wie gerade gesagt, klar bin ich verletzlich. Und frech und provokant. Eben von allem etwas. Und vor allem trage ich mein Herz auf der Zunge.

Was muss eine Filmrolle mitbringen, damit Sie ihr den Zuschlag geben?

Die Rolle muss vor allem stimmen. Der Charakter muss in sich stimmig sein, muss mich herausfordern und irgendwas haben, womit ich mich identifizieren kann. Am liebsten sind mir Rollen, die keiner spielen will. Weil es gerade spannend ist, daraus was Geiles zu machen.

Gibt es die Traumrolle?

Da gibt es noch kein Drehbuch zu. Ich möchte gerne mal etwas Böses spielen. Wurde mir aber leider, warum auch immer, noch nicht angeboten. Die Schauspielerei ist mein Leben, Beruf und Berufung, meine große Liebe, die mich immer wieder flasht.

Andere quälen sich über Jahre, Sie haben nie Schauspielunterricht genommen ...

Früher hatte ich keinen Plan vom Leben, es ist mir einfach zugefallen. Aber ich habe Talent und Disziplin. Und ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe den richtigen Regisseur getroffen. Das Schöne ist: Ich habe ungeheuer Spaß dabei und verdiene damit mein Geld.

Kann eine Reise, wie im ZDF-Herzkino an die Loire, jemanden verändern?

Reisen erweitert auf jeden Fall deinen Horizont. Du kommst raus aus deiner kleinen Welt, schaust über den Tellerrand. Und du lernst neue Menschen, neue Sitten kennen. Für mich sind Reisen die große Freiheit.

Gedreht wurde an der Loire. Was machte den Reiz aus?

Meine Schwester wohnt in Paris. Von daher bin ich also öfter mal in Frankreich bzw. in Paris. An der Loire war ich vorher allerdings noch nie. Dort bekommst du ein Gefühl für Geschichte. Zudem siehst du hier ein Schloss und ein Garten nach dem anderen. Das ist einfach nur wahnsinnig toll.

Interview: Matthias M. Machan