"Exclusiv im Ersten"

"BER – Fluch der Mängel": Wer trägt Schuld am Debakel?

von Maximilian Haase

Nun also doch: 14 Jahre nach dem Baubeginn eröffnet der Berliner Flughafen BER. Zahlreiche Mängel hatten den Start immer wieder verzögert, die Kosten schossen in die Höhe. Eine ARD-Doku forscht nun nach, wie es dazu kommen konnte – und ob der Hauptstadtairport noch eine Erfolgsgeschichte werden kann.

ARD
Exclusiv im Ersten: BER – Fluch der Mängel
Dokumentation • 26.10.2020 • 21:45 Uhr

Bereits vor Jahren geriet er zum bundesweiten Running Gag: 2011 sollte der neue Berliner Flughafen BER eröffnet werden – doch daraus wurde bekanntermaßen nichts. Ebensowenig aus den folgenden, immer wieder verschobenen Eröffnungsterminen. Nun soll es endlich soweit sein: Am 31. Oktober startet der große Flughafen der Hauptstadt den Betrieb – nach 14 Jahren Bauzeit, immer wieder auftauchenden Problemen und zahlreichen Wechseln in der Chefetage. Die Doku "Exclusiv im Ersten: BER – Fluch der Mängel" begleitet den Endspurt auf der Dauerbaustelle BER – und fragt, wer für die unzähligen Verzögerungen und die Kostenexplosion verantwortlich war.

Das Geld für zwei Flughäfen wurde beim Bau des BER ausgegeben. Ob er es wieder einspielen kann, ist gerade angesichts einer Eröffnung inmitten der Corona-Pandemie fraglich. Dass es überhaupt soweit kam, liegt an der Politik, wie der Film von Thomas Balzer und Susanne Opalka deutlich macht: Bereits 2012 hätten die drei Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund demnach Klartext sprechen können – über den wahren Schuldenberg und den damals noch möglichen Abriss, der hätte angeordnet werden können. Wären da nicht die immer wieder anstehenden Wahlen gewesen, die von einer solch drastischen Entscheidung beinflusst worden wären.

Im Gespräch mit Experten und Verantwortlichen beleuchtet die Dokumentation das BER-Debakel in seiner Enstehung, seiner Entwicklung – und mit Blick auf die Zukunft: Kann der BER doch noch eine Erfolgsgeschichte werden? Was kommt auf die Steuerzahler zu, deren Gelder den Airport finanziell mit am Leben erhalten müssen?


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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