Ein Österreicher und ein Bayer machen sich auf die Reise zu verschiedenen Orten diesseits und jenseits des Freistaats Bayern.

Für Regisseur Stefan Kauertz waren die Dreharbeiten mit den langjährigen Freunden Sebastian Bezzel und Simon Schwarz, bekannt aus den kultigen Eberhofer-Krimis, ein Glücksfall: "Die beiden haben teilweise in den Gesprächen die Kamera vergessen, ein Traum für ein solches Format. Es war wie eine Klassenfahrt."

Herausgekommen ist mit "Bezzel & Schwarz" eine starke filmische Erzählung mit dokumentarischer Authentizität. Die beiden "Grenzgänger" treffen u. a. Bayern, Thüringer, Hessen, Sachsen, Österreicher, Tschechen – und natürlich deren Geschichten: Wie ticken die Bayern und ihre Nachbarn? Und wie blicken die einen auf die anderen?

Bei ihren Entdeckungstouren zu den Menschen in den bayerischen Grenzregionen machen die Schauspieler etwa Halt im malerischen Seligenstadt in Hessen: Hier schwimmt eine Frau durch den Main zur Arbeit. Im österreichischen Schwaz lernen sie den Trompetenbauer Franz Hackl sen. kennen und fahren mit seinem Sohn Franz jun., einem Jazztrompeter von Weltrang, nach Bad Tölz zu einer grenzüberschreitenden Jamsession. Und natürlich überprüfen Sebastian Bezzel und Simon Schwarz auch, wo es gutes Bier und zünftige Brotzeiten gibt. "Gerade das Schlemmen ist eine spezielle Leidenschaft von uns beiden", verrät Bezzel.

Die vierteilige Doku startet im oberbayerischen Oberaudorf, und das nicht ohne Grund: Es ist die Stadt, in der sich Simon und Sebastian 2006 bei den Dreharbeiten zum Film "Schwere Jungs" kennengelernt haben. Seitdem verbindet sie eine echte Freundschaft. "Mit Simon arbeite ich sehr gerne zusammen, auch privat verbringe ich wahnsinnig gerne Zeit mit ihm", sagt Bezzel über Schwarz. Und Schwarz über Bezzel? "Wir kennen uns schon so lange und so gut, dass wir jetzt wenig entdeckt haben, was wir nicht schon wussten."